#9: So lenkst du deine Aufmerksamkeit – weg mit negativen Trigger!
Shownotes
Es geht weiter mit dem Training der metakognitiven Fähigkeiten. Stephan Kowalski und Dr. Oliver Korn erklären, wie man es schafft, seine Aufmerksamkeit, zum Beispiel bei negativen Triggern, in eine gute Richtung zu steuern. Laut der Forschungsarbeit von Adrian Wells, dem Begründer der metakognitiven Therapie, ist unser Hörsinn für dieses Training besonders gut geeignet. Er hat daher ein Hörtraining entwickelt, das wir dir in dieser Folge vorstellen. Die MP3-Datei zum täglichen Üben findest du natürlich wie immer auf der Juramental-Gruppe auf WhatsApp. Klingt simpel, ist aber ein erprobter Gamechanger.
Diese Folge beinhaltet: BASISWISSEN > Mentale Fertigkeiten > Aufmerksamkeitstraining
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Zu den einzelnen Übungen, Hintergrundinfos und der Bilddatenbank zu dieser Folge geht es hier: Deine JuraMental-Trainingsgruppe auf WhatsApp! Dieser Podcast bietet das perfekte mentale Programm für Dich. Aber, du kennst das sicher von Fitness, aus dem Gym oder vom Sport: Entwicklung und spürbare Veränderungen brauche regelmäßige Trainingseinheiten. Zum erfolgreichen Mental-Training und Deep Dive haben wir daher begleitend eine geschlossene JuraMental-Trainingsgruppe auf WhatsApp eingerichtet: Dort stellen wir alle Materialien, Studien, Hintergrundinfos, Lernvideos, Tipps und Tools ein. Natürlich auch alles, was in der aktuellen Podcast-Folge erwähnt wird. Deine Anmeldung erfolgt ganz einfach über diesen Link:
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JuraMental – das sind wir:
Stephan Kowalski, Inhaber der Kulturgut Beratung und Training GmbH https://www.kulturgut.training/ Email: s.kowalski@kulturgut.training
Dr. Mareike Bechtler, Fachanwältin für Medizinrecht, Wirtschaftsmediatorin und Mitglied in der Prüfungskommission für das zweite Staatsexamen https://hfbp.de/team/dr-mareike-bechtler https://www.linkedin.com/in/dr-mareike-bechtler-021a49190/?originalSubdomain=de
Dr. Oliver Korn, Psychologischer Psychotherapeut https://www.korn-psychotherapie.de/ und Autor des Buchs: Sorgenlos und grübelfrei. https://www.beltz.de/fachmedien/psychologie/produkte/details/52062-sorgenlos-und-gruebelfrei.html
Das Trainingsprogramm JuraMental wurde mit der Bundesforschungszulage ausgezeichnet: www.bescheinigung-forschungszulage.de
Dieser Podcast JuraMental ist eine Produktion von STUDIO VENEZIA – the podcast company: https://www.studiovenezia.de/
Transkript anzeigen
00:00:00:
00:00:02: Hier ist Jura Metall.
00:00:03: Das ist euer Podcast, liebe Jura-Studierende, wenn ihr mental stark durch Studium kommen wollt.
00:00:08: Und das ist gerade bei Jura keine einfache Aufgabe.
00:00:12: Die ungewohnte Denkweise, die schwierige Vorbereitung, die harten Examen, das ist wirklich eine Höchstleistung, da seid ihr mental voll gefragt.
00:00:21: Und in diesem Podcast lernt ihr Instrumente und Dinge kennen, von denen ihr noch gar nicht wusste, dass ihr sie trainieren könnt.
00:00:28: und ihr werdet damit besser durch Studium kommen.
00:00:30: Viel Spaß und ich freue mich, dass ihr dabei seid.
00:00:59: eine Technik angesprochen hast, die in einer Studie gezeigt hat mit Studierenden, dass sie wahnsinnig hilfreich sein kann mit den Belastungen des Studiums, besseren Umgang zu finden.
00:01:10: Richtig, Stefan.
00:01:11: Das war, wir hatten so einen kurzen, ungeplanten Bogen zum sogenannten Aufmerksamkeitstraining schon gemacht und haben, glaube ich, auch vor dem Hintergrund gesagt, Mensch, vielleicht ist es auch eine gute Gelegenheit, den Faden nochmal aufzunehmen.
00:01:25: Okay, und das wollen wir vorstellen heute.
00:01:28: Jetzt glaube ich heute mal ein sehr praktischer Teil, gar nicht mehr zu viel Theorie.
00:01:33: Wobei es dazu, finde ich, auch eine ganz tolle Geschichte gibt es Entwicklers der metacognitiven Therapie und Erfinders Adrien Wells, weil der sich nämlich gefragt hat, wie kann man diese Fähigkeit Aufmerksamkeit zu steuern?
00:01:44: Das hatten wir letztes Mal hervorgestellt.
00:01:46: Wie kann man das eigentlich trainieren?
00:01:49: Ja, genau.
00:01:50: Und der Hintergrund war eben tatsächlich, dass er danach gesucht hat, dass es einfach viele, viele Menschen gibt, bei denen ihm aufgefallen ist.
00:01:59: Wenn es uns tatsächlich bedeutet, wenn wir uns bedeutend unwohler fühlen als für die Situation angemessen und nötig, dann fällt immer auf, dass wir mit auf unglückliche Arten und Weisen auf bestimmte Träger reagieren.
00:02:14: Das heißt, wir verzetteln uns gedanklich auf eine unglückliche Art.
00:02:18: Unsere Aufmerksamkeit ist eben dann bei unseren Gedanken und den schwierigen Themen.
00:02:22: Und häufig verhalten wir uns dann auch noch auf eine unglückliche Art und Weise.
00:02:25: Und ein gemeinsames Merkmal, selbst wenn Denken und Verhalten sehr unterschiedlich sein können, ist immer die Aufmerksamkeit ist bei mir, bei meiner Innenwelt, bei diesen Strategien.
00:02:36: Und er hat damals danach gesucht, Mensch, wie kann man das eigentlich mal grundlegend unterbrechen?
00:02:40: Und was passiert denn dann eigentlich, wenn ich diese Fähigkeit, Aufmerksamkeit zu steuern, einfach bewusst von meiner Gedanken und Gefühlswirt wieder wegnehmen und auf andere Dinge im Leben drum herum richten.
00:02:54: Und das hat sich als tatsächlich sehr, sehr wirksam herausgestellt.
00:02:57: Und ja, er hat mir visuellen, ich glaube, du kennst dich da sogar.
00:03:01: In den Details besser aus hat mit visuellen Reizen angefangen.
00:03:03: Genau, er hat erste Studien dazu gemacht, wie kann man Aufmerksamkeit lenken und hat gedacht, das könnte man über visuelle Reizen schaffen.
00:03:11: Es geht also darum, jetzt zwischen dem Tricker und seine Bewältigung zu kommen.
00:03:15: Also, das heißt, irgendetwas löst in mir.
00:03:17: Ein zu langes Nachdenken, ein Grübeln oder Sorgenmachen aus.
00:03:21: Und er hat ja erkannt, es ist nicht der Inhalt der Gedanken, der so schwierig ist, sondern es wird dann schwierig, wenn wir zu viel Zeit mit diesem Grübeln und Sorgenmachen verbringen.
00:03:30: Und deswegen war er seine, wie ich finde, geniale Idee zwischen dem Träger und unserem darüber Nachdenken aufmerksam sein oder dem Verhalten, etwas ja zu machen, also die Aufmerksamkeit vielleicht wegzulenken.
00:03:44: und hatte experimentiert mit visuellen Reizen, das war aber nicht so gut, wie er erhofft hatte und erst dann auf was anderes gestoßen.
00:03:51: Genau, letztendlich ist eine Übung entstanden, die bedient sich emotional, neutraler Alltagsgeräusche, könnte man sagen.
00:03:59: Es geht um den Hörsinn.
00:04:00: Ganz genau, es geht um auditive Reize, es geht um das Hören und das funktioniert tatsächlich sehr, sehr gut.
00:04:05: Wir haben es beim letzten Mal schon erzählt in einer Untersuchung an Studentinnen und Studenten sogar mit starken Effekten, eine wirklich auch ein provokantes Ergebnis auch für unsere ganze Berufsgruppe, wo wir ja mit vielen Techniken und Vorgehensweisen in Coachings und Co.
00:04:21: versuchen, da Stress zu reduzieren, auch bei möglicherweise Studentinnen und Studenten.
00:04:27: und so starke Effekte.
00:04:28: Die musste erst mal hinkriegen.
00:04:30: Also das ist alles andere als leicht und das macht dieses Training.
00:04:34: Okay, also es ist ein Hörtraining, könnte man sagen, wo man sich mit Geräuschen beschäftigt.
00:04:39: Und wir werden dazu eine Datei auch verlinken in unserer WhatsApp-Gruppe und dort auch hinterlegen.
00:04:46: Das ist kostenfrei und lizenzfrei, dürfen wir das nutzen.
00:04:50: Und beschreib doch mal bitte diese Übung, wie die abläuft.
00:04:53: Was hört man da?
00:04:54: oder was trainieren wir?
00:04:56: Also wenn du sagst, es ist so ein Hörtraining, das klingt glaube ich ein bisschen missverständlich, ehrlicherweise.
00:05:03: Na ja, weil man könnte auf die Idee kommen, das klingt so trivial.
00:05:08: Im Grunde ist es wirklich eine Übung, wo man viele wirklich wichtige Dinge trainiert, wenn wir über mentale Stärke sprechen.
00:05:14: Wir trainieren nämlich zum Ersten.
00:05:16: Das, was wir metakognitives Bewusstsein nennen.
00:05:19: Also ich trainiere die Fähigkeit permanent so gut.
00:05:22: Ich kann mitzuschneiden, was passiert in meinem Bewusstsein?
00:05:27: Und womit bin ich eigentlich gerade beschäftigt?
00:05:29: Bin ich jetzt gerade mit meiner Aufmerksamkeit, mit meinen Gedanken und Emotionen beschäftigt?
00:05:34: Oder bin ich, wie es in der Übung eigentlich gewünscht ist, mit Geräuschquellen beschäftigt?
00:05:40: Klingt so trivial, das ist sehr, sehr wertvoll, weil wenn ich ein gutes Bewusstsein habe, was in mir abläuft, wenn ich ein gutes Bewusstsein habe, womit bin ich gerade beschäftigt.
00:05:48: Denn da habe ich mich bei meinen Triggern, die hoffentlich alle schon viel beobachtet haben, viel, viel schneller und kann dann eben entsprechend darauf reagieren.
00:05:57: Und gerade dann, wenn es für mich negative Trigger sind, die mich auf unglückliche Wege führen wollen, dann kann ich mich mit der Aufmerksamkeit lösen und kann diese Trigger wie etwas völlig Unbedeutendes behandeln.
00:06:09: Ja, man könnte sagen wie ein unbedeutendes Geräusch in meinem Inneren oder anders gesagt wie innerer Lärm.
00:06:15: Und wenn ich das mache und das trainieren wir in der Übung, dann kann ich gleichzeitig gucken, wie arbeitet eigentlich mein Gehirn, wenn ein Trigger auftaucht.
00:06:22: Ich ertappe mich dabei.
00:06:24: Ich bringe meine Aufmerksamkeit wie selbstverständlich zu etwas anderem.
00:06:28: Und wie arbeitet mein Gehirn?
00:06:29: Und was macht es denn dann mit Gedanken und Emotionen, die für mich unangenehm sind?
00:06:34: Und auch das ist eine schöne Erfahrung, wo ich sehen kann.
00:06:37: Ich habe Kontrolle.
00:06:38: über meinen Aufmerksamkeitsfokus und darüber dann auch, wie sich wieder meine Gedanken und Gefühlswelt entwickelt.
00:06:44: Also da steckt ganz, ganz viel drin.
00:06:46: Auch wenn es, wenn man das jetzt so kennenlernt und den Hintergrund nicht kennen würde, würde man sagen, na ja, was ist denn das für eine einfach gestrickte Übung?
00:06:55: Aber die ist sehr, sehr, sehr, sehr kraftvoll.
00:06:58: Ja, die dauert so um die zehn, elf Minuten, glaube ich.
00:07:02: Wie läuft die ab?
00:07:03: Genau.
00:07:03: Die dauert also ungefähr zehn bis elf Minuten.
00:07:05: Die lässt sich relativ einfach üben.
00:07:07: Es gibt eine mpd-Datei dazu.
00:07:08: Das ist eine deutsche Version des englischen Originals, die der Adrian Wales persönlich mal aufgenommen hat.
00:07:15: Also, das ist eine gute Qualität.
00:07:17: Und das, was man dort macht, ist Folgendes.
00:07:19: Man hört auf dieser mpd-Drei, die man im Idealfall, ich weiß gar nicht, gibt es heute noch alte Stereoanlagen mit einem Lautsprecher rechts und links?
00:07:27: Nee.
00:07:29: Also im Idealfall kann man diese Übung in Stereo abspielen und dann hat man zumindest ein verschiedene Geräusche, die man auf diese Aufnahme hören kann.
00:07:40: Manche sind auf der rechten Seite, manche auf der linken Seite, manche bewegen sich, manche sind sehr laut und dominant, manche sind sehr leise oder man kann sie vielleicht sogar gar nicht hören, je nachdem wie gut die Lautsprecher sind.
00:07:51: Und dann geht es darum, in der Übung sich auf unterschiedliche Arten und Weisen auf diese Geräusche zu fokussieren.
00:07:59: Also es werden unterschiedliche Arten von Aufmerksamkeit benutzt.
00:08:03: Da gibt es einen ersten Teil, da soll ich mich knapp in die Minute jedem Geräusch zuwenden.
00:08:09: Und immer dann, wenn ich bemerke, hoppla ich schweife ab, zum Beispiel zu einem Gedanken, zu einem Gefühl, zu meinem Körper oder etwas, dann korrigiere ich die Aufmerksamkeit und bringe sie zurück zu meiner zugegebenermaßen recht langweiligen Geräuschquelle.
00:08:23: Das ist der erste Teil.
00:08:24: Und dann kommt ein zweiter Teil.
00:08:26: Da fangen wir dann an, das sind sechs Geräusche auf der Aufnahme.
00:08:29: Dann fangen wir an zwischen diesen Geräuschen zunehmend schneller zu wechseln.
00:08:32: Also es geht darum, Aufmerksamkeit schneller auf unterschiedliche Reize zu bringen.
00:08:38: Und am Ende endet die Übung mit einem kürzeren Teil, wo es darum geht, zu versuchen, so viele Geräuschquellen parallel wahrzunehmen wie möglich.
00:08:47: Also so, wir nennen das eine weit gestellte Aufmerksamkeit.
00:08:50: So.
00:08:51: Und diese drei, die trainieren wir im Grunde.
00:08:54: Das ist auch wie eine Fertigkeit, die wir stärken.
00:08:57: Und wir stärken metakognitives Bewusstsein und üben uns unsere Welt, der Gedanken und Gefühle, mal wie etwas Unbedeutendes zu behandeln wie inneren Lärm, der tausende Male am Tag kommt.
00:09:08: Aber wenn er mich stresst und belastet, dann ist es eine gute Idee, mich frühzeitig dabei zu ertappen, Aufmerksamkeit wieder wegzunehmen zu etwas Anderem.
00:09:19: Denn dann sind diese Triggereize so wenig mächtig wie möglich.
00:09:26: Das ist der Kern.
00:09:27: Ja, das heißt, das trainiere ich über einige Wochen, idealerweise jeden Tag.
00:09:31: Einmal oder?
00:09:33: Genau, im Idealfall ist es so, dass man das einmal am Tag trainiert.
00:09:37: Das sind zehn Minuten.
00:09:38: Ein alter Kollege von mir hat immer gesagt, das Bauchmuskletraining für den Kopf.
00:09:42: Ja, die Sit-ups für den Kopf, die machen auch keinen Spaß.
00:09:44: Aber wenn man die regelmäßig macht, dann kriegt man irgendwann Bauchmusklen und kann dann stolz in den Spiegel schauen.
00:09:49: Das ist eine Übung, die tatsächlich, naja, dass sie so richtig, super viel Spaß macht, das kann man jetzt vielleicht nicht sagen, aber sie ist halt kraftvoll.
00:09:59: Und wenn man an der Stelle sich was Gutes tun will, ich kann mich besser fokussieren, ich schweife weniger stark ab.
00:10:06: Ich mache mir selber das Leben nicht mehr so schwer durch ungünstige Arten des Denkens.
00:10:12: und der Aufmerksamkeit, Lenkung und des Verhaltens.
00:10:15: Also wenn ich das schneller unterbrechen will, besser unterbrechen will, für all diese Dinge ist diese Übung wirklich richtig gut.
00:10:21: Und dann sollte man diese zehn Minuten investieren.
00:10:25: Das ist es durchaus wert.
00:10:27: Also, wie merke ich, dass ich dann so eine neue Fertigkeit erworben habe?
00:10:30: Also, was verändert sich bei mir?
00:10:32: Was kann ich dann besser?
00:10:33: Du hast es, glaube ich, schon so ein bisschen jetzt beschrieben.
00:10:35: Aber woran merke ich, dass das Training bei mir Früchte trägt?
00:10:38: Also, Bauchmuskeln kann ich gut sehen im Spiegel dann irgendwann hoffentlich und sehen, okay, es hat sich gelohnt.
00:10:43: Wann merke ich, dass ich hier so ein Ergebnis erzielt habe?
00:10:46: Naja, also hier sind, klar, die Bauchmuskeln können wir nicht sehen, obwohl es auch da... Das ist auch ein automatischer Gedanke, gerade auch dazu eine Untersuchung gibt, die, wo man mal im MRT geguckt hat, was passiert eigentlich, wenn man dieses Aufmerksamkeitstraining macht in unserem Gehirn.
00:11:02: Und man gesehen hat, es ist ein hochaktives Frontalhirn, das da arbeitet.
00:11:07: Also dort, wo unsere Exekutivfunktionen sitzen.
00:11:11: Und das ist eben auch genau das Zentrum, was auch arbeiten soll, wenn die Idee stimmt.
00:11:17: Und jetzt habe ich den Punkt verloren, Stefan, was du mich eigentlich gefragt hast.
00:11:20: Woher merkt man, dass man
00:11:22: den Erfolg hat?
00:11:24: Den Erfolg merkt man daran, dass wir, wenn wir an die Situation denken, wo wir sagen, Mensch, mit dem bin ich unzufrieden.
00:11:29: Ja, da bin ich immer unaufmerksam.
00:11:30: Oder ich schiebe das Lernen auf.
00:11:32: Oder ich verliere mich in Sorgen und Ängsten und kann abends nicht gut schlafen, weil ich immer so nervös bin dann oder sowas.
00:11:39: Den Mehrwert ist, dass ich ein besseres Bewusstsein habe für das, was in mir passiert.
00:11:44: Das heißt, ich habe eine gute Chance, wenn ich in diese Situation hineingerate, mich früher da drin zu ertappen, mich vielleicht sogar dann schon zu ertappen, wenn sich der Trigger meldet.
00:11:54: Und wenn ich dann zu dem Ergebnis kommen sollte, dass es gar nicht dran ist, diesem Gedanken oder diesem Impuls in irgendeiner Form irgendwas zu geben, sondern schlichtweg mich von dem zu lösen und das zu tun, was ich eigentlich wollte, nämlich zum Beispiel, Trotz allem jetzt mein Lehrbuch auf den Tisch zu legen und dort drin zu lesen.
00:12:14: Ja oder, was weiß ich, den inneren Schweine uns überwinden und zum Sport zu gehen oder irgendwie sowas.
00:12:22: Dann ist das etwas, was wir dort trainieren, Aufmerksamkeit zu lösen von einem mentalen Trigger und sie gut dorthin bringen zu können, wo sie hingehört.
00:12:32: Und dadurch... habe ich eine Menge Möglichkeiten, Situationen, die mir vorher vielleicht nicht gut gelungen sind, oder wo ich mich jetzt erst später tappt habe oder dann den Switch nicht mehr geschafft habe, das hinzukriegen.
00:12:43: Und dafür ist das wirklich richtig wertvoll.
00:12:46: Das heißt, über dieses Hinhören oder Aufmerksamkeitslenken auf bestimmte Geräusche trainieren wir.
00:12:54: Ja, man könnte sagen, so übertragen sind dasselbe eigentlich mit unseren Gedanken.
00:12:59: sich dort auch etwas anderes zu konzentrieren, sich lösen zu können, seine Aufmerksamkeit vielleicht mal breitzustellen.
00:13:05: Was gibt es noch?
00:13:06: Und so eine, ja, kann man sagen, so eine übertragende Wirkung.
00:13:11: Ja, das hast du sehr, sehr gut beschrieben.
00:13:13: Ja, also das ist im Grunde ein Idealfall.
00:13:16: Ich hatte beim letzten Mal, glaube ich, Augenzwingkant gesagt, wenn sich... einer von meinen Triggern meldet und Oli Korn Spezialgedanke.
00:13:23: Im Idealfall ertapp ich mich dabei, um binnen der Lage mich nicht nur zu ertappen, sondern sofort das Prinzip zu benutzen, wie wir es im Aufmerksamkeitstraining üben zu sagen, einer meiner typischen Trigger.
00:13:34: Daraus ist in der Vergangenheit nie was Gutes entstanden.
00:13:37: Ich löse mich sofort und wende mich wieder den Dingen zu, die für mich jetzt in diesem Moment eigentlich richtig und wichtig sind.
00:13:43: Und wenn man das übt, dann geht das zunehmend besser und Man kann tatsächlich auch in dem Aufmerksamkeitstraining dem eigenen Gehirn bei der Arbeit zu gucken, denn das, was unser Gehirn dann macht, wenn zum Beispiel ein Gedanke oder eine Emotion nichts von uns bekommt, sondern wie er uns sofort wieder lösen ist, sie ist aufgeploppt und dann taucht sie wieder ab.
00:14:06: Also sie, die Emotionen klingen wieder ab und Gedanken treten wieder in den Hintergrund oder verschwinden ganz von alleine.
00:14:13: Das ist eine typische Arbeitsweise unseres Gehirns und die können wir uns zu Nutze machen.
00:14:17: Wenn wir gut daran sind, etwas zu bemerken, es sich selbst zu überlassen und uns wieder zu lösen.
00:14:23: Und genau das macht das Aufmerksamkeitstraining wunderbar.
00:14:26: Und das finde ich so faszinierend, dass ja also seine Beschäftigung mit so banalen Geräuschen und eine elfminütige oder zehnminütige Übung ungefähr so einen Effekt hat, der ja wirklich lebensverändernd sein kann.
00:14:40: Also das ist tatsächlich, wenn man sich diese Übung annimmt, wenn man sie mitmacht, denkt man, Mensch, das soll jetzt irgendwie so was Besonderes sein.
00:14:48: Es gibt viel, viel Wissenschaft dazu.
00:14:50: Also ich kenne allein über zwanzig wissenschaftliche Studien nur zu dieser kleinen Technik.
00:14:55: Und das ist probiert worden in den unterschiedlichsten Kontexten.
00:14:59: Es ist genutzt worden, um sich aus unglücklichen, gedanklichen Mustern zu befreien.
00:15:04: Also ich mache mich selbst verrückt, ich steiger mich in etwas hinein oder ich... denke über mich und meine Situation in den dunkelsten Raben schwarzen Farben oder sowas.
00:15:15: Hat sich in den unterschiedlichsten Kontexten bewährt.
00:15:18: Man hat geguckt, was macht unser Gehirn?
00:15:20: Gibt es Hinweise darauf, wo unser Gehirn arbeitet?
00:15:23: In dieser Übung gibt es Hinweise darauf, dass unser spontanes emotionales Zentrum sich vielleicht mit verändert, dass sich das vielleicht mehr beruhigt.
00:15:31: Wenn man diese Übung regelmäßig macht, gibt es auch Hinweise drauf.
00:15:34: Man hat geguckt, wie gesagt, wie ist das mit Stress?
00:15:37: und den Studentinnen und Studenten, wenn die sich bei ihren Träger an der Tappen Aufmerksamkeit lösen.
00:15:43: Wenn sie das systematisch üben, was passiert?
00:15:45: Eins, zwei ist die Effektstärke.
00:15:47: Ein sehr starker Effekt, richtig schön.
00:15:49: Und man hat sogar bei kleinen Kindern in den Grundschulen geguckt, können die besser dem Gummibärchen auf dem Tisch widerstehen, wenn der Untersucher rausgeht, wenn sie Aufmerksamkeitstraining geübt haben.
00:16:00: Die müssen das nur zwei Wochen machen mit ihren Grundschullehrerinnen und dann schafft ein Drittel der Kinder mehr.
00:16:06: Belohnung aufzuschieben als vor dieser Übung.
00:16:09: Das sind alles wirklich schöne Effekte mit einem zeitlich sehr, sehr übersichtlichen Aufwand.
00:16:13: Ich meine zehn Minuten.
00:16:14: Ja, ist wirklich nicht viel.
00:16:16: Ja, man kann es wie diesen Podcast ja eben als mpd-Datei über seine Kopfhörer hören.
00:16:21: Da geht es ja ja auch Stereo.
00:16:22: Also, wenn man das hört, dann ja meistens jetzt Menschen auch den Podcast eben über Kopfhörer.
00:16:29: Da funktioniert das gut.
00:16:31: Also ich glaube, dass es hier aus unserem gesamten Trainingsprogramm eine der wertvollsten Übungen, weil sie ja wirklich lebensverändernd sein kann und mit einem relativ geringen Trainingsaufwand einen ja unglaublich starker Effekt erzielt werden kann.
00:16:46: Genau, also es ist es bedeutet schon, ich bin entschlossen das zu machen, weil so die meisten sagen, das ist schon ganz schön anstrengend.
00:16:54: Also so ist es auch gedacht.
00:16:55: Wenn ich mich entscheide, ich mache diese Übung, dann mache ich es sich jetzt zum Beispiel nicht.
00:16:59: nur dann, wenn ich heute einen schlechten Tag habe oder ich mache sie nicht erst dann, wenn ich merke, oh, es meldet sich meine Prüfungsangst oder so, dafür ist es nicht gedacht, sondern es ist gedacht, so wie ich zum Beispiel sage, ich gehe zweimal die Woche zum Sport, wann habe ich dafür Zeit, ah, dann und dann, und dann gehe ich zum Sport.
00:17:16: Und dann gibt es auch da mal einen Tag, da bin ich irgendwie schlapp und ich gebe mein Bestes.
00:17:20: So, und es gibt einen Tag, da bin ich total fit und ich gebe mein Bestes und da bin ich dann natürlich besser.
00:17:25: So ist das hier auch.
00:17:26: Also hier wäre es gut, wenn man guckt, wo kriege ich diese zehn Minuten rein?
00:17:30: und dann mache ich das wie so eine Fitnessübung, damit ich dann für die vielen Momente meines Alltags, wenn ich es brauche, dann kann ich diese Fertigkeit besser benutzen als vorher.
00:17:40: Übrigens ist das auch ein interessanter Anwendungsfall für die WUB-Technik, die wir bei Motivation und Werte in dem Bereich vorgestellt haben, wo ich ja versuche, genau solche Dinge zu machen, wie zum Beispiel diese Übung zu machen.
00:17:52: Also wo ich mir auf der einen Seite vorstelle, Was ist für mich das bestmögliche Ergebnis, wenn ich diese Übung regelmäßig gemacht habe?
00:18:00: Und was ist mein größtes Interesse?
00:18:01: Hindernis?
00:18:02: Und wie sieht der Plan aus, um das zu überwinden?
00:18:04: Da haben wir darüber gesprochen, über die Vendantpläne und die Möglichkeit, über so ein mentales Pendeln das zu machen.
00:18:11: Und jetzt ist genau dieses Aufmerksamkeitstraining im Grunde genommen dafür ein wunderbarer Anwendungsfall.
00:18:17: Absolut.
00:18:18: Ja, es ist auf jeden Fall lohnenswert, weil ... Das ist ein wesentliches Grundprinzip, je weniger ein innerer Trigger von uns bekommt, desto größer ist unsere Chance, so auf den zu reagieren, wie wir möchten.
00:18:33: Das heißt, möglicherweise ins Leere laufen zu lassen, gedanklich.
00:18:37: oder bezüglich Aufmerksamkeit oder eben auch im Verhalten, dass wir Dinge ganz anders machen.
00:18:42: Und wie gesagt, so hast du es schon gesagt, manchmal geht es darum, dass ich mich nicht gedanklich verzettel, manchmal geht es nur darum, wenn der Kopf sagt, heute brauchst du es gar nicht versuchen, wird sowieso nichts, zu wissen, ah, typischer Oli Korn, Spezialgedanke, Aufmerksamkeit weg, was wollte ich eigentlich machen?
00:18:56: Ich wollte eigentlich gerade meine Unterlagen sortieren, wollte sie auf den Schreibtisch legen, mir noch ein Kaffee kochen und dann wollte ich anfangen, das mache ich jetzt.
00:19:03: Und wenn ich auf dem Weg in die Küche bin zum Kaffee und der nächste Trigger kommt, dann mache ich das wieder, bringe die Aufmerksamkeit zu meiner Kaffeemaschine, mache mir den Kaffee, verräume mich daran, wie gut das Ganze riecht und dann gehe ich rüber und mache das, was ich tun wollte.
00:19:18: Und dann haben Trigger zwar, sie sind zwar lästig, sie sind vielleicht auch unangenehm, sie können auch emotional sein, aber sie kriegen so wenig von uns wie möglich.
00:19:28: Und das ist das Beste, was wir tun können.
00:19:30: Super.
00:19:31: Das war, fand ich, eine tolle Beschreibung für diese Übung.
00:19:34: Wir haben die Datei in unserer WhatsApp-Gruppe.
00:19:36: Da stellen wir sie bereit.
00:19:38: Und ich wünsche euch viel Erfolg bei dem Trainieren mit diesen Geräuschen und dieser ganz speziellen Art und Weise, wie wir unsere Aufmerksamkeit lenken können.
00:19:49: Vielen Dank für diese Erklärung, Oliver.
00:19:51: Ich glaube, es ist wirklich eine wahnsinnig starke Übung.
00:19:52: Super.
00:19:53: Also ich hab grad auch noch mal gedacht, sollte es da, äh, hab grad überlegt, Mensch, haben wir irgendwas vergessen.
00:19:58: Sollte es Unklarheiten geben, dafür gibt's ja auch die WhatsApp-Gruppe.
00:20:01: Dann kann man dort schreiben und äh, dann können wir mit drauf reagieren.
00:20:05: Genau.
00:20:06: Klasse.
00:20:07: Ja, vielen Dank.
00:20:07: Freu mich schon auf die nächste Folge.
00:20:09: Bis dahin.
00:20:09: Tschüss.
00:20:10: Tschüss, tschüss.
00:20:13: Das war unser Podcast Jura Mental.
00:20:16: Der Podcast ist Teil eines größeren Trainingsprogramms.
00:20:19: Dazu gehört noch eine WhatsApp-Gruppe, den Link findet ihr in den Show-Notes und weitere Trainingsinhalte.
00:20:25: Dieses Training wird immer kostenlos für euch bleiben, deswegen teilt den Podcast mit allen, die davon profitieren können und kommt in die WhatsApp-Gruppe.
00:20:33: Ich freue mich, euch dort mal persönlich kennenzulernen.
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