#10: Losgelöste Achtsamkeit oder Nichtstun als Gamechanger

Shownotes

Wie schafft man es, mit Nichtstun festgefahrene Muster zu ändern, die Wirkung von inneren Trigger abzuschwächen und neue Wege zu eröffnen? Genau dafür stellen Stephan Kowalski und Dr. Oliver Korn ein Zaubertool vor: die losgelöste Achtsamkeit. Dabei geht es, grob gesagt, darum, auf psychischen Stress und Unzufriedenheit nicht zu reagieren, sondern wertfrei von außen auf die Gedanken und Gefühle zu blicken. Wenn man dann nicht wie üblich sofort in eine Handlung geht, gewinnt man nicht nur Zeit, sondern eröffnet neue Möglichkeiten, auf Herausforderungen zu reagieren.

Du willst wissen, was das bringt und wie man das Nicht-Reagieren trainieren kann? Dann ist diese Episode was für dich. Und schau dazu auch, wie immer, in die JuraMental WhatsApp-Gruppe.

Diese Folge beinhaltet: BASISWISSEN > Mentale Fertigkeiten > Losgelöste Achtsamkeit

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Dieser Podcast bietet das perfekte mentale Programm für Dich. Aber, du kennst das sicher von Fitness, aus dem Gym oder vom Sport: Entwicklung und spürbare Veränderungen brauche regelmäßige Trainingseinheiten. Zum erfolgreichen Mental-Training und Deep Dive haben wir daher begleitend eine geschlossene JuraMental-Trainingsgruppe auf WhatsApp eingerichtet: Dort stellen wir alle Materialien, Studien, Hintergrundinfos, Lernvideos, Tipps und Tools ein. Natürlich auch alles, was in der aktuellen Podcast-Folge erwähnt wird.

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JuraMental – das sind wir: Stephan Kowalski, Inhaber der Kulturgut Beratung und Training GmbH https://www.kulturgut.training/ Email: s.kowalski@kulturgut.training

Dr. Mareike Bechtler, Fachanwältin für Medizinrecht, Wirtschaftsmediatorin und Mitglied in der Prüfungskommission für das zweite Staatsexamen https://hfbp.de/team/dr-mareike-bechtler https://www.linkedin.com/in/dr-mareike-bechtler-021a49190/?originalSubdomain=de

Dr. Oliver Korn, Psychologischer Psychotherapeut https://www.korn-psychotherapie.de/ und Autor des Buchs: Sorgenlos und grübelfrei. https://www.beltz.de/fachmedien/psychologie/produkte/details/52062-sorgenlos-und-gruebelfrei.html

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Dieser Podcast JuraMental ist eine Produktion von STUDIO VENEZIA – the podcast company: https://www.studiovenezia.de/

Transkript anzeigen

00:00:00:

00:00:02: Hier ist Jura Metall.

00:00:03: Das ist euer Podcast, liebe Jura-Studierende, wenn ihr mental stark durch Studium kommen wollt.

00:00:08: Und das ist gerade bei Jura keine einfache Aufgabe.

00:00:12: Die ungewohnte Denkweise, die schwierige Vorbereitung, die harten Examen, das ist wirklich eine Höchstleistung, da seid ihr mental voll gefragt.

00:00:21: Und in diesem Podcast lernt ihr Instrumente und Dinge kennen, von denen ihr noch gar nicht wusste, dass ihr sie trainieren könnt.

00:00:28: und ihr werdet damit besser durch Studium kommen.

00:00:30: Viel Spaß und ich freue mich, dass ihr dabei seid.

00:00:38: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Podcasts Jora Mental.

00:00:42: Ich bin Stefan Kowalski und heute wieder zusammen mit Oliver Korn.

00:00:45: Hallo Oliver.

00:00:46: Hallo Stefan.

00:00:47: So, wir haben ja letztes Mal, wie ich finde, ein absolutes Hammerinstrument besprochen, das Aufmerksamkeitstraining, wo es darum geht, den Hörsinn zu trainieren, um eine ganz wichtige Fähigkeit zu üben, nämlich die Fähigkeit, seine Aufmerksamkeit bewusst lenken zu können.

00:01:03: Also das will ich jetzt gar nicht alles wiederholen, wir haben eine ganze Folge dazu gemacht.

00:01:07: Aber wir haben darüber diskutiert, dass es da einen mega wichtigen Aspekt gibt, den man unbedingt beachten sollte, damit diese Übung nicht in die falsche Richtung läuft.

00:01:15: Und das ist vielleicht nochmal eine tolle Ergänzung, wenn ihr eh schon dabei seid, das zu üben.

00:01:19: Oliver, bitte, was ist das?

00:01:20: Genau, da wollten wir zumindest nochmal einen Wort dazu sagen.

00:01:24: Wir nutzen den Hörsinn, um bestimmte Aspekte unserer Aufmerksamkeitsteuerung zu trainieren.

00:01:31: Und das, was da wirklich im Fokus steht, sind eigentlich zwei Dinge.

00:01:35: Ich trainiere... meine Aufmerksamkeit zu nutzen, als eine Fertigkeit zu nutzen, die mir eben auch von Nutzen sein soll auf unterschiedliche Arten und Weisen und habe dort gleichzeitig eine besondere Art mit meinem automatischen Innenleben umzugehen, meinen potentiellen Trigger für schwierige Momente in meinem Alltag.

00:01:57: Der Bogen dorthin ist nämlich, dass wir ganz bewusst versuchen, uns um unsere inneren Trigger gar nicht zu kümmern.

00:02:05: Das heißt, wir scheren uns quasi nicht drum.

00:02:08: Wir behandeln sie etwas völlig Unbedeutendes, was da sein darf und uns nicht weiter interessiert und uns interessiert.

00:02:14: Wo bin ich mit dem Fokus meiner Aufmerksamkeit?

00:02:17: Das ist ein wesentlicher Punkt.

00:02:19: Wir werden an spätere Stelle auch nochmal darauf zurückkommen.

00:02:22: Wir wollen nämlich heute eine neue Technik einführen für den Alltag und da wird das Schritt für Schritt klarer werden, worum es da im Detail geht.

00:02:30: Aber das wollten wir an dieser Stelle nochmal angeführt haben, glaube ich.

00:02:33: Okay, also das ist vielleicht tatsächlich nochmal ein wirklich wichtiger Aspekt.

00:02:37: Es geht also nicht darum, dieses automatische Inleben und das sind so Gedanken, Gefühle, Impulse, Emotionen, also etwas, was uns bewegt, was einfach da ist, was wir auch nicht einfach unterdrücken können.

00:02:49: Dass das nicht etwas ist, was wir versuchen, ja, loszuwerden, indem wir uns abzulenken.

00:02:56: Das wäre nämlich dann so eine Art Verdrängungstechnik, sondern wir wollen das einfach da sein lassen, ohne es weiter zu beachten.

00:03:06: Und das ist vielleicht vom Ergebnis nachher gar nicht, könnte man denken, gar nicht so unterschiedlich, aber das macht einen riesen Unterschied, was den Einfluss dieser unangenehmen Trigger auf unser, ja, wie kann man sagen, auf unser Wohlbefinden hat, oder?

00:03:21: Also das ist wirklich ein super, super wichtiger Aspekt, einer der ganz, ganz zentralen Aspekte im Umgang mit Gedanken und Gefühlen.

00:03:31: Du hast es jetzt schon gesagt, worauf es ankommt.

00:03:33: Wir werden in gar nicht so ferner Zukunft ein kleines Experiment versuchen, hier über den Podcast mit unseren Hörerinnen und Hörern, wo man quasi dem Gehirn bei der Arbeit zugucken kann und auch wirklich genau sehen kann, warum das so ein wichtiges Detail ist.

00:03:50: Das klingt so trivial, das klingt auch so leicht.

00:03:53: Was da auch schon zu verraten ist, bei den echten Themen ist es gar nicht mehr so trivial und so leicht.

00:03:59: Da ist es möglicherweise sogar ein bisschen Übungs-Sache, so ein einfaches Prinzip in der Anwendung zu trainieren.

00:04:05: Aber das machen wir dann, wenn wir das dann hier auch praktisch und erlebnisnah nochmal vorstellen und dann nochmal darauf zurückkommen.

00:04:11: Aber es ist genau wie du sagst, das ist super wichtig.

00:04:14: Okay, wir sind ja im Teil zwei unseres Podcasts oder unseres, man könnte sagen, unseres Hörtraining.

00:04:20: Wir haben im ersten Teil ja uns mal mit diesem Thema Werte, Motivationen, Visionen und sowas beschäftigt.

00:04:27: Und wir sind jetzt in dem Teil mit den mentalen Fertigkeiten.

00:04:30: Und wie du das hier so beschrieben hast, baut das ja aufeinander auf.

00:04:34: Das ist nichts, wo man jetzt eine Folge hört und dann kann man das.

00:04:36: Es erfordert ein bisschen Übung und mit jeder Folge, glaube ich, von diesen insgesamt zu sieben bis acht Folgen, die wir in diesem Teil haben.

00:04:44: Ja, wird das Bild ein bisschen runter und ich glaube, das braucht man dann nachher auch um genau diese Fertigkeiten zu trainieren, oder?

00:04:50: Richtig,

00:04:51: also wir machen Schritt für Schritt, stellen wir Dinge vor, in der Hoffnung, dass möglichst viele Lust haben, das mitzumachen, mit diesen Einzelbausteinen schon mal Erfahrungen zu sammeln, damit ich dann für die echten Situationen gut aufgestellt bin und weiß, worauf kommt es an und wie trainiere ich die Anwendung?

00:05:07: Denn eigentlich wird höchstwahrscheinlich zumindest die Anwendung da sein, was ich dann trainieren muss.

00:05:12: Die einzelnen Vorgehensweisen, die sind im Grunde, wenn man sie mit jetzt als einfache Übung macht und wir werden das als einfache Übung machen, werden die sehr leicht nachzumachen sein, werden sehr leicht funktionieren.

00:05:23: Spannend wird es mit den echten Themen.

00:05:25: Und da kommt dann das Wort Training ins Spiel.

00:05:28: Sehr gut.

00:05:29: Okay, also soweit jetzt mal eine Ergänzung zu unserer letzten Folge.

00:05:33: und wir kommen zu einem, du hast es schon gesagt, weiteren Instrument.

00:05:37: Es sind nicht so wahnsinnig viele, die man trainiert in dieser, ja in diesem metakognitiven Modell, aber die haben es in sich.

00:05:45: und sind unglaublich mächtig.

00:05:48: Und die Technik, die wir heute haben, die ist ein bisschen erklärungsbedürftig, finde ich.

00:05:52: Während das mit dem Aufmerksamkeitstraining relativ einfach war, wir haben eine Hördatei, wir hören das, wir üben das einfach und dann stellt sich irgendwann so ein Effekt ein, haben wir jetzt hier heute eine Technik mit dem Namen Losgelöste Achtsamkeit.

00:06:06: Ja, die ist, wie gesagt, sie bedarf so ein bisschen Erläuterung.

00:06:10: Und vielleicht fangen wir mal erstmal damit an, was ist so das Einsatzgebiet, ohne schon auf die Technik einzugehen?

00:06:16: Oliver, wobei hilft die oder wofür?

00:06:19: in welche Situation sollte man die parat haben?

00:06:22: Also ich freue mich tatsächlich, dass wir das heute machen.

00:06:24: Denn losgelöste Achtsamkeit ist, glaube ich, meine persönlich absolute Lieblingstechnik aus verschiedenen Gründen, wirkungsvoll auf der einen Seite und unglaublich einfach einzusetzen, selbst dann... wenn man einen sehr vollen Alltag hat.

00:06:38: Und ich glaube, das ist genau das, was unsere Hörerinnen und Hörer auch betrifft.

00:06:41: Es ist sogar eine Technik, die Zeit frei machen kann für mich.

00:06:45: Das ist eigentlich ungewöhnlich, weil die meisten Techniken, die es so gibt, die kosten eine zusätzliche Zeit.

00:06:49: Das haben wir hier nicht.

00:06:50: Einsatzgebiete sind im Grunde überall dort, wo Situationen auf eine Art und Weise ablaufen, wie ich unzufrieden bin.

00:06:59: Da denke ich vor allen Dingen auf der einen Seite an Situationen, wo ich mir durch die Art und Weise, wie ich mir Gedanken mache über bestimmte Dinge, dass Leben selber schwermache.

00:07:10: Das heißt, wo ich durch die Art und Weise, wie ich mir Gedanken mache, dazu beitrage, dass meine Stimmung schlechter wird, dass ich mich erst recht nicht aufraffen kann, dass ich vielleicht immer ängstlicher und nervöser werde.

00:07:21: Oder dass vielleicht die gedankliche Beschäftigung gut ist.

00:07:24: Aber der Zeitpunkt ist total unglücklich gewählt, weil ich liege im Bett, es ist nachts um eins.

00:07:29: Und eigentlich gilt es zu schlafen und nicht nachzudenken.

00:07:31: Solche Dinge, also dort, wo ich sagen würde, Mensch, Da wünsche ich mir was anderes für mich.

00:07:37: Und genauso kann man das übertragen auch auf die Verhaltensebene, dort wo ich merke, dass ich vielleicht dazu neige Dinge eben nicht zu tun, die ich tun wollte, weil ich es immer wieder aufschiebe.

00:07:46: Und statt möglicherweise, naja, statt zum Sport zu gehen, bleibe ich auf dem Sofa setzen und gucke weiter YouTube oder statt an den Schreibtisch zu gehen und meine Arbeitsmaterialien aufzuschlagen, gucke ich noch eine Folge Netflix oder so was.

00:08:03: Auch für diese Dinge ist es geeignet.

00:08:05: Ich sage es mal ganz platt.

00:08:06: Es ist überall da geeignet, wo ich aus gewohnten Mustern, die ich von mir kenne, die, wenn ich daraus, ich wollte eigentlich sagen, ausbrechen möchte, wenn ich die stoppen möchte und neue Wege gehen möchte und ich merke, das ist nicht nur einfach für mich so entschieden, das mache ich jetzt anders, sondern ich würde das gerne, aber das ist nicht so leicht, mich in den Stellen zu verändern.

00:08:27: Da, wo es fummelig wird, hätte ich fast gesagt, da ist das eine sehr, sehr schöne Technik.

00:08:32: ohne zusätzlichen Zeitaufwand.

00:08:33: Das ist das Besondere daran.

00:08:35: Hört sich ein bisschen wie eine Zaubertechnik an, weil ich glaube, was du jetzt ansprichst, das sind ja Wünsche, die, glaube ich, nicht nur unsere Juristudierenden haben, sondern viele Menschen, also Dinge, die mich nicht schlafen lassen, die mich abhalten, das zu tun, was ich eigentlich will und so weiter.

00:08:49: Das ist ja, also klingt fast zu schön wahr zu sein.

00:08:52: Und trotzdem hat diese Technik ihre Wirksamkeit in vielen Studien tatsächlich bewiesen, oder?

00:08:57: Ja, das ist ähnlich wie mit dem Aufmerksamkeitstraining, wo man ja jetzt vielleicht auch wo vielleicht auch einige Zuhörerinnen und Hörer gedacht haben, Menschen hier so ein bisschen auf Geräusche achten.

00:09:05: Das soll jetzt Effekte von eins, zwei bei unterschiedlichsten Zielgruppen bringen, das glaube ich am Leben nicht.

00:09:12: Aber so ist die wissenschaftliche Lage und auch losgelöste Achtsamkeit.

00:09:18: Es ist eine besondere Technik, die unglaublich wirkungsvoll ist, wirklich auch bei Menschen in sehr, sehr schwierigen Situationen.

00:09:27: Das heißt, diejenigen, die wirklich sagen, ich bin am Limit im Studium.

00:09:32: Für dieses vielleicht eine wichtige Information, dass auch die Menschen, die manchmal sogar sagen, ich bin deutlich drüber über das Limit und ich komme überhaupt nicht mehr klar, dass auch die mit dieser Technik arbeiten und sich manchmal dadurch wirklich am Shop für wieder aus dem Sumpf ziehen können.

00:09:47: Auch wenn es, wie gesagt, wenn wir gleich vorstellen, worum es da geht, vielleicht ein bisschen Unglauben zur Folge hat, dann ist es im Kern wieder ein sehr einfaches Prinzip.

00:09:58: abgestimmt auf die Arbeitsweise unseres Gehirns.

00:10:01: Und auch dort gilt wieder die Anwendung im richtigen Moment.

00:10:04: Das ist eigentlich dann so eine kleine Kunst, je nachdem, wie gut ich da aufgestellt bin.

00:10:08: Genau.

00:10:08: Und um es im richtigen Moment parat zu haben, also wenn es wirklich schwierig wird, sollte man es natürlich trainieren in den Momenten, wo es vielleicht noch nicht so schwierig ist, um da auch so ein bisschen ja so nachher, also das Training sich nicht zu schwer zu machen.

00:10:24: Also wir werden Dinge auch hier vorstellen.

00:10:27: Wir werden kleine Übungen machen.

00:10:29: Die machen es möglich, unserem Gehirn bei der Arbeit zuzugucken.

00:10:33: Man kann zu Grundprinzipien Grundregeln erkennen.

00:10:36: Und dann gilt es darum, wie benutze ich denn diese Dinge in meinem Alltag, damit mir Dinge leichter von der Hand gehen, die mir schwer fallen, damit ich mich vielleicht auf unglücklichen Wegen ertappe, die Stoppe und dann meine Zeit und Energie besser nutze und so weiter.

00:10:51: Also das ist der Kern.

00:10:54: Also, wer jetzt nicht gespannt ist, dem ist auch nicht mehr zu helfen.

00:10:58: Deswegen ein langer Vorspann, das kommt immer zur Sache.

00:11:01: Also, wir nähern uns jetzt mal dieser Technik, indem wir erst mal diese Begriffe vielleicht mal erst mal jeder für sich durchgehen.

00:11:08: Also, losgelöst, okay, das ist vielleicht noch ein bisschen fremder.

00:11:12: Achtsamkeit ist ja ein Wort, das viele kennen oder auch, dass es schon fast so ein Bass wird oder wie sagt man Bullshit Bingo oder sowas.

00:11:19: Also, ein Wort, das schon... auch ein bisschen, wie soll man sagen, nicht unbedingt nur positiv Assoziationen weckt, aber so ist nun mal der Name, der lange vor dieser mindfulness Achtsamkeit Welle entstanden ist.

00:11:31: Erklär doch mal diese beiden Begriffe vielleicht mal.

00:11:34: Erst mal vielleicht ja losgelöst.

00:11:35: Was ist meint das?

00:11:36: Stefan, wenn ich da fange, mit Achtsamkeit an.

00:11:39: Okay, natürlich.

00:11:40: Das machen wir, du willst.

00:11:41: Weil das ist der einfachere Teil.

00:11:43: Achtsamkeit gibt ja eine ganze Menge an Definitionen.

00:11:46: Das ist ja wirklich so ein richtiger Hype, was Achtsamkeit so in unserer modernen Welt für einen Stellenwert bekommen hat.

00:11:53: Bei uns, wir haben eine besondere Form von Achtsamkeit hier.

00:11:55: Wir haben es mit innerer Achtsamkeit zu tun.

00:11:58: Das heißt, es geht darum, was spielt sich jetzt in diesem Moment in meinem Bewusstsein ab?

00:12:02: gibt es jetzt einen Gedanken, gibt es einen Gefühl, gibt es auch irgendwas vielleicht, was ich in meinem Körper spüren kann,

00:12:08: das ist es.

00:12:09: Ja, das heißt, es ist nur ein Ausschnitt dessen, wofür wir achtsam sein können, aber es ist halt zugeschnitten auf das, was für uns relevant ist, wenn wir uns fragen, wo entsteht denn ein besonderer Stress, eine besondere Belastung, das entsteht durch den Umgang mit unserer Gedanken- und Gefühlswelt, und zwar mit einem ungünstigen Umgang.

00:12:27: Und deshalb ist das auch der Fokus für losgelöste Achtsamkeit.

00:12:31: Also Achtsamkeit, es geht um innere Ereignisse.

00:12:34: Okay.

00:12:35: Die Wir-Achtsamkeit heißt ja, man könnte auch sagen, bewusst wahrnehmen.

00:12:40: Exakt.

00:12:41: Also wir kriegen hoffentlich gut mit.

00:12:44: Was spielt sich ab in unserem Bewusstsein?

00:12:46: Das ist nicht immer so.

00:12:47: Da sind wir unterschiedlich gut aufgestellt, je nach Situation.

00:12:50: Da sind Menschen unterschiedlich gut aufgestellt.

00:12:53: Und das ist der eine Teil, dass ich ein gutes Bewusstsein dafür habe, was spielt sich eigentlich da in mir ab und der Begriff losgelöst.

00:13:01: Und das ist jetzt so ein Punkt, wo sich vielleicht der eine oder andere wundern wird, weil das klingt jetzt wieder so trivial oder so unbedeutend.

00:13:08: Losgelöst sagt, was immer ich in mir wahrnehme, ich tue nichts.

00:13:15: Also ich reagiere wirklich überhaupt nicht da drauf.

00:13:18: Und das meint Unsere Fertigkeiten, die wir schon in vorherigen Folgen vorgestellt haben, ist meint, was immer in mir passiert.

00:13:25: Ich widerstehe dem Impuls, mir darüber jetzt Gedanken zu machen.

00:13:30: Ich widerstehe dem Impuls, mit meiner Aufmerksamkeit auf irgendetwas zu achten, was diesem Gedanken oder Gefühl vielleicht entspricht.

00:13:38: Und auf der Verhaltensimne tue ich erst recht nichts.

00:13:42: Mir hat mir jemand gesagt, ich streike also auf allen drei Ebenen.

00:13:45: Und genauso ist es gemeint.

00:13:47: Das heißt, wir haben sie mit einer tun nichts Strategie zu tun.

00:13:50: Das ist das, glaube ich, warum ich das so liebe, weil das ist eine Technik, da kann ich mit nichts tun.

00:13:55: dafür sorgen, Zeit zu sparen, dafür sorgen, dass es mir besser geht als vorher und dass ich leistungsfähiger bin.

00:14:01: Ich finde das großartig, auch wenn es, ja, es klingt total schräg,

00:14:04: vermutlich.

00:14:05: Ja, wir gehen ja jetzt rein, weil, also ich fand ja mal mit Nichts zum Geld verdienen schon erstrebenswert, aber jetzt quasi auf unangenehme Innenvorgänge, auf mein automatisches Innenleben, was vielleicht sich bisher als bedrohlich herausgestellt hat, durch nichts tun zu antworten, das ist tatsächlich, wie soll man es sagen.

00:14:23: Eine wirklich interessante Technik.

00:14:26: Wir werden ja auch Beispiele bringen und Übungen, wie man sich das aneignen kann.

00:14:30: Aber das, das möchte ich jetzt noch mal, doch noch mal ein bisschen besser verstehen.

00:14:33: Also, es passiert in mir etwas, was wir, das ist ja auch manchmal ein Tricker.

00:14:38: Also es entsteht ein unangenehmes Gefühl.

00:14:41: Ich habe irgendeine Emotion.

00:14:43: Ich denke vielleicht an die Prüfung und kriege ich Angstweiß und Ausbrüche, Panikattacke oder was auch immer.

00:14:50: Also es gibt ein wirklich unangenehmes Körpergefühl und das sind ja Emotionen und Gefühle, die sind mit irgendeiner Körperwahrnehmung verbunden, die wir als unangenehm erleben.

00:14:59: So, das merke ich jetzt erstmal.

00:15:01: Da bin ich achtsam und merke, oh guck mal, da passiert gerade was in meinem Körper, da läuft gerade eine Reaktion ab oder so was auch immer.

00:15:10: Und was heißt jetzt oder wie kann das gehen, dass sich damit nichts tun reagieren?

00:15:15: Weil wir haben ja als Menschen so einen inneren Drang da sofort zu reagieren.

00:15:20: Ja, wir haben manchmal tatsächlich einen inneren Drang sofort zu reagieren.

00:15:23: Wir haben manchmal auch... absolut automatisierte gewohnte Abläufe, wie wir auf bestimmte Dinge reagieren.

00:15:31: Und das ist uns dann häufig tatsächlich gar nicht so bewusst, weil wir vielleicht vom Typ her auf eine bestimmte Art und Weise auf schon seit Jahrzehnten auf ängstliche Gedanken reagieren.

00:15:41: Ja, dass wir vielleicht anfangen, uns dann Sorgen zu machen, dass wir uns im Plan B, Plan C, vielleicht sogar im Plan D überlegen, dass wir versuchen, unangenehmen Situationen aus dem Weg zu gehen oder sowas.

00:15:51: Und es ist so eingeschliffen, dass diese gewohnten Abläufe manchmal immer wieder ablaufen und ich erst währenddessen oder wenn ich Pech ab sogar erst hinterher merke, sag mal, wieso ist es denn jetzt wieder so gewesen, wie ich es eigentlich gar nicht mehr wollte.

00:16:08: Also wie kommt es, dass ich jetzt tatsächlich noch eine Folge Netflix gucke und das machen unsere Studenten und Studenten wahrscheinlich nicht, ja, aber so was gibt es vielleicht auch doch.

00:16:18: Also wie kommt es, dass ich Die mitten in der nächsten Folge bin, obwohl ich doch eigentlich gesagt hatte, ich gucke jetzt eine.

00:16:23: Und dann fange ich an, mich vorzubereiten.

00:16:27: Und dann bin ich schon wieder auf dem alten Weg.

00:16:29: Und dafür ist es wichtig, achtsam zu sein, wieder für den inneren Trigger und dann in der Lage zu sein, in einer Tunichtshaltung zu wechseln.

00:16:40: Also das heißt, es geht erst mal darum, diesen Trigger wahrzunehmen.

00:16:45: Und dann wollen wir, wenn ich das jetzt richtig verstehe, also eingeschliffene Abläufe, also Gewohnheiten, das können Denkgewohnheiten, das kann Verhalten sein, was auch immer, zu unterbrechen und letztendlich dadurch zu verändern.

00:16:58: Unterbrechen ist, das ist tatsächlich ein super wesentlicher Schritt.

00:17:02: Das heißt, diese Tunichtshaltung, ich hatte es fast gesagt, ich lehne mich zurück, nehme die Hände nach oben und sage, ich mache es mal gar nichts.

00:17:09: Ist erstmal ein wesentlicher Schritt, um aus den eingeschliffenen, gewohnten Vorgehensweisen auszubrechen.

00:17:16: Wenn ich das nicht hinkriege, dann läuft alles nach Autopilot und dann passieren diese Dinge, dass ich dir vielleicht erzähle und sage mir, Stefan, ich hatte mir vorgenommen, regelmäßig zum Sport zu gehen, aber irgendwie komisch.

00:17:28: Irgendwie lande ich dann doch auf dem Sofa und irgendwie gewinnt doch die innere Stimme, die sagt, komm morgen oder ist draußen viel zu kalt oder heute bin ich zu schlapp und letztendlich tauche ich nie beim Sport auf.

00:17:40: Wichtig ist, alte Muster erst mal zu stoppen.

00:17:43: Dafür ist losgelöste Achtsamkeit ein wirklich gutes Tool, wenn ich den richtigen Moment erwische.

00:17:48: Ich lehne mich zurück, ich halte inne auf allen Ebenen und werde sowas wie ein distanzierter Beobachter, könnte man sagen.

00:17:58: Dann habe ich damit, wenn mir das gelingt, die bisherige Art auf Gedanken und Emotionen und Themen zu reagieren, erst mal gestoppt.

00:18:06: Okay, da machen wir jetzt einfach mal eine konkrete Übung zu.

00:18:08: Wir werden jetzt, weil das so eine großartige Technik ist, auch wie ich finde, ein extrem wichtiges Thema, dazu mehrere Podcastfolgen machen.

00:18:16: Wir wollten heute erst mal ganz kurz erläutern, worum geht es überhaupt?

00:18:20: Also ich glaube, dass das jetzt hoffentlich schon klar geworden ist, achtsam zu sein auf sein automatisches Innenleben, losgelöst, also eine beobachtende Haltung einzunehmen, sich ein Stück weit lösen zu können.

00:18:32: Und wir machen mal... Jetzt mal so eine Übung, wie man diese beobachtende Haltung einnehmen kann, also wie man diese Unterbrechung vielleicht hinbekommt.

00:18:41: Dafür gibt es ja so ein Fachbegriff, das ist wie so eine Art Entkoppelung.

00:18:47: Also ich entkoppeln mich von diesem Automatismus und in der Psychologie oder in der Therapie verwenden, manche dafür den Begriff der Defusion, oder?

00:18:55: Ja, das ist, das ist auch ein, ich glaube, es ist nicht ganz synonym jetzt mit losgelöster Achtsamkeit, aber es ist auch ein wichtiger Aspekt.

00:19:02: Der meint nämlich nicht, dass wir innehalten, in dieser Tunichtshaltung sind, sondern es meint, dass wir auch einen Bewusstsein dafür entwickeln, was da, also was wir eigentlich gerade achtsam beobachtet haben.

00:19:15: In anderen Worten, wir sprechen ja über mentale Phänomene.

00:19:18: Ja, und wenn meine innere Stimme sagt, hey, das Thema brauchst du gar nicht erst anfangen, das verstehst du sowieso nicht.

00:19:24: dann macht das einen riesengroßen Unterschied, wie ich diesen Gedanken erlebe.

00:19:30: Und da gibt es auch zwei unterschiedliche Arten.

00:19:33: Zu losgelöster Achtsamkeit gehört, dass ich ganz bewusst in diesem, du hast es gerade gesagt, glaube ich, in diesem Zustand der Defusion wechseln, in anderen Worten, dass ich nicht meine Gedanken- und Gefühlswelt mit Tatsachen.

00:19:48: Gleichsätze.

00:19:49: Ah, okay.

00:19:49: Und da kommen wir jetzt mal zu einer Übung, glaube ich, dass wir das heute mit einer ganz praktischen Sache mal abschließen.

00:19:55: Diese Folge und wir dann das in der nächsten vertiefen.

00:19:59: Was ist, könnte so eine gute Übung sein, um diesen Zustand der Entkoppelung, der losgelösten Achtsamkeit.

00:20:05: Wir verwenden das einfach mal synonym.

00:20:07: Das ist nicht die reine Lehre, aber für unsere Umsetzung, glaube ich, reicht das.

00:20:11: Also, was könnte so eine gute Übung sein, um in diesem Zustand zu wechseln, wenn wir, und das nehmen wir jetzt mal als Beispiel, und zum Gedanke übermand oder auf einmal da ist.

00:20:20: Also ich glaube, ich schaffe die Prüfung nicht.

00:20:21: Ich sollte das Studium abbrechen.

00:20:23: Also diese beiden Arten, diesen Gedanken zu erleben, sind halt sehr unterschiedlich.

00:20:30: Das, was du Fusion genannt hast, das meint, wenn ich diesen Gedanken habe, dann ist es so.

00:20:36: Also ich erlebe den Wiener Tatsache, Wiener Sinnesvernehmung, wie ich jetzt dich sehe und anfassen kann und sagen kann, wenn ich für Stefan sehe, dann sitzt er da und das stimmt tatsächlich auch.

00:20:46: Und genauso gibt es eben auch Gedanken, die einfach nur Gedanken sind.

00:20:50: Das kennen wir alle, das kennt der Volksmund und der sagt ganz oft, erstes kommt es anders und zweitens, als man denkt, oder solche Sprüche, die jeder von uns kennt, manchmal sind Gedanken zum Glück einfach nur Gedanken.

00:21:02: Das wäre dieser Zustand der Defusion, dass wenn mein Kopf sagt, brauchst du gar nicht erst anfangen, verstehst du sowieso nicht, dass ich in der Lage bin, innerlich so ein, zwei Schritte Abstand zu wählen und zu realisieren, hey, ist erst mal ein Gedanke in meinem Kopf, kann ja sein, das stimmt vielleicht, stimmt es aber auch gar nicht.

00:21:18: Und da macht es schon einen großen Unterschied, um in diesem Zustand des inneren Abstandes zu wechseln, wie man das formuliert.

00:21:25: Ob ich sage, mit diesem Thema brauche ich gar nichts anfangen, ich bin viel zu doof dazu, verstehe ich sowieso nicht.

00:21:31: oder einen Schritt mehr des Tanzwehre, ob ich sage, oh, ich habe gerade den Gedanken mit diesem Thema brauchste gar nicht anfangen, ich bin bestimmt zu doof dazu, noch einen Schritt mehr des Tanzwehre zu sagen, oh, ich merke gerade, wie einer meiner typischen Gedanken aufkloppt, nämlich mit dem Thema brauchste gar nicht anfangen, dafür bist du eh zu doof dazu.

00:21:55: Und für diejenigen, die das jetzt eben vielleicht im Kopf so mitgemacht haben, die werden merken, dass der Gedanke so über diese drei Schritte an Kraft verliert und dass so ein Bewusstsein entsteht, zu sagen, ja, es ist ein Gedanke in meinem Kopf, aber vielleicht ist an dem überhaupt nichts dran.

00:22:10: Okay, das fassen wir nochmal zusammen.

00:22:12: Das ist, glaube ich, eine wahnsinnig starke Übung.

00:22:14: Also das Erste ist, ich etappe mich dabei, wie ich ein Gedanken habe.

00:22:18: Das muss ich überhaupt erst mal wahrnehmen.

00:22:20: Also ohne so unmittelbar zu reagieren.

00:22:22: Also ich habe mir mal vor kurzem Gedanken, ich kann das nicht.

00:22:25: Und als ersten Schritt wiederhole ich den Gedanken, sage allerdings dazu den Satz, ich habe den Gedanken, ich kann das nicht.

00:22:32: Also ich setze vor den Gedanken, die ich wahrgenommen habe, was immer das ist, einfach die Worte, ich habe den Gedanken, das.

00:22:40: Das ist die erste, wenn man könnte sagen, Distanz.

00:22:43: der erste Aufbau von Distanz.

00:22:45: Und das zweite wäre, dass man sagt, naja, ich habe ja so wiederkehrende Muster.

00:22:49: Man kann sich das auch vorstellen wie so eine Hitliste im Radio, die immer wiederkommt, so eine Playlist, ja.

00:22:53: Und heute ist der Gedanke drei gerade aufgeploppt.

00:22:56: Ah, Nummer drei, ich kann das nicht.

00:22:58: Vielen Dank, liebes Gehirn, für diese Mitteilung.

00:23:00: Aber, wow, neuer, die ist halt da, aber... Ich mach da jetzt mal nichts zu.

00:23:06: Ich hab fast gesagt, ich leg mal los, am Ende wird abgerechnet.

00:23:09: Im Idealfall.

00:23:10: Also, genau.

00:23:11: Du kannst mich mal liebes gehören.

00:23:12: Also, wer auch so denkt.

00:23:14: Also, das heißt, das könnt ihr tatsächlich üben.

00:23:17: Das eine ist also diese Trigger, also eine Emotion, einen Impuls, ein Gedanke einfach mal wahrzunehmen, als das, was es ist, nämlich einen Impuls, den unser Gehirn uns liefert.

00:23:28: Der kann falsch oder richtig sein.

00:23:29: Das ist jetzt im Moment völlig egal, sondern der erste Schritt ist erstmal zu sagen.

00:23:33: Ah, das ist ein Gedanke.

00:23:35: Ja, also ich denke das.

00:23:37: Und dann kommt der Gedanke.

00:23:38: Und das Zweite ist zu sagen, ach guck mal, das sind ja wiederkehrende Gedanken, sehr interessant, schon wieder der.

00:23:44: Also heute ist Nummer drei dran.

00:23:45: Der ist aber ganz schön oft da.

00:23:47: Und dann, und das finde ich wirklich interessant, indem man, wo ich das auch selber sage, merke ich sofort, ja das baut eine innere Distanz auf.

00:23:55: Ich kann das nicht.

00:23:56: Das könnte ich fürbare Münze nehmen, zu sagen, ich habe den Gedanken, ah, es ist ja nur ein Gedanke.

00:24:02: Ach, das ist der Gedanke Nummer drei, den du schon öfter hattest, bin ich noch mehr in der Distanz.

00:24:07: Genau, und das ist natürlich ein Vorgehen, was gedacht ist für die unangenehmen, wenig hilfreichen, belastenden, belästigenden Dinge.

00:24:16: Dieser erste Zustand der Fusion, Dinge beim Wort zu nehmen und so zu tun, als wäre das so, das ist manchmal auch gut und richtig im Leben.

00:24:23: Also beide Arten haben ihre Vorteile, je nachdem, um was es sich gerade dreht.

00:24:27: Ja, bei den unangenehmen Dingen, die uns belasten, ist es gut, wenn wir diese innere Distanz aufbauen, wenn wir möglicherweise merken, dass sich eine, was weiß ich, abends vorm Einschlafen eine Urlaubserinnerung meldet, die super schön war.

00:24:41: Und ich hab fast das Gefühl, ich wär jetzt wieder dort in dieser Szene, an diesem Ort und keine Ahnung, hör das Meer rauschen und spür die Sonne auf der Haut und ... was auch immer, den Sand unter meinen Füßen, dann spricht nichts dagegen, das so intensiv zu erleben, als wäre das jetzt tatsächlich real.

00:24:57: Das macht nämlich ein schönes Wohlfühlen und vielleicht hilft es mir dann abends, einem mit einem Lächeln in den Schlaf zu finden.

00:25:04: Also es sind zwei Arten, die wir am Lebensalltag beide gebrauchen können, für die unangenehmen Situation ist oft der Schritt zu sagen, ich übe mich darin, mich zu distanzieren.

00:25:13: Und das ist ein wesentlicher Aspekt von losgelöster Achtsamkeit und wird dann ergänzt durch... Und dann tue ich erst mal gar nichts.

00:25:21: Okay.

00:25:22: Super.

00:25:22: Das ist eine tolle Übung.

00:25:24: Und das knüpft auch an dieses Visioning-Thema an, also an das Formulieren einer Vision.

00:25:28: Das hatten wir in unserem ersten Teil in einer Folge mal mit Marike zusammensprochen.

00:25:33: Das ist quasi eine schöne Fusion.

00:25:35: Ich bin fusioniert mit diesem Gedanken.

00:25:37: Wie ist das, wenn ich das alles hinter mir habe, wenn ich es geschafft habe?

00:25:40: Wie fühlt sich das an und versuche, dieses Gefühl abzurufen?

00:25:44: Eine Technik, die auch im Leistungssport oft angewendet wird.

00:25:47: Aber auf der anderen Seite, wenn das eben schädlich wird, sich also gegen uns richtet, die Fähigkeit zu trainieren, sich davon distanzieren zu können.

00:25:54: Dafür habt ihr heute in dieser Folge mal so das allererste Rüstzeug bekommen mit dieser einfachen Übung.

00:26:01: Und da werden wir uns in der nächsten Folge weiter mit beschäftigen, also weitere Übungen einfach mal nochmal vorstellen.

00:26:07: Und ihr könnt euch da nach und nach euren eigenen Trainingsplanen zusammenbauen.

00:26:11: Genau, also vielleicht noch ein Einsatz sozusagen hinterher, sich innerlich zu distanzieren, was schwierigen, unangenehmen Triggern ist etwas, das hat eine Menge Kraft.

00:26:22: Dazu werden wir auch ein kleines Experiment machen mit unseren Hörerinnen und Hörern.

00:26:25: Dann kann man das tatsächlich mal live erleben, wie viel emotionale Kraft da drin steckt.

00:26:30: Die Tunichtshaltung ist wichtig, weil sie stoppt erstmal die etablierten Vorgehensweisen.

00:26:35: Und ich bekomme dann nämlich eine Chance, eine ganz bewusste Entscheidung zu treffen.

00:26:39: Wie will ich auf diesen inneren Trigger reagieren?

00:26:41: Will ich tatsächlich?

00:26:43: Also, ich nehme jetzt mal wieder dich oder mich.

00:26:45: Jetzt will ich jetzt tatsächlich dem Gedanken folgen, oh, nee, heute nicht zum Sport, bin viel zu schlapp.

00:26:49: Oder bin ich in der Lage zu sagen, vielen Dank, liebe Skönnen, so ein typischer Oli Korn, Spezialgedanke.

00:26:54: Heute gehe ich und hau mal richtig rein, mal gucken, wie es im Anschluss ist.

00:26:59: Also, Tu Nichts-Strategie stoppt erst mal die vertrauten Wege.

00:27:02: Und dann geht die Tür auf für viele Möglichkeiten.

00:27:05: Und dann muss ich nur noch eine Entscheidung treffen für einen neuen Weg.

00:27:09: Und der lässt sich dann später auch etablieren, wenn ich daraus eine Gewohnheit machen möchte.

00:27:12: Auch das machen wir, glaube ich, zu späterer Stunde.

00:27:15: Sehr gut.

00:27:15: Und an dieser Stelle nochmal zum Schluss der Folge ein kleiner Hinweis auf dein Buch, Oliver.

00:27:20: Sorgenlos und grübelfrei, wo du diese Technik ja auch nochmal ausführlich beschreibst.

00:27:25: Wir haben jetzt ja ein Hörtraining, wo wir nach und nach Übung machen, aber das Buch ist natürlich da auch sehr, sehr lesenswert.

00:27:31: Super, hat sehr viel Spaß gemacht.

00:27:32: Das ist jetzt heute mal, wie ich finde, sehr, sehr praktisch und man braucht ein bisschen Vertrauen, dass das auch wirklich hilft, weil man diesen Effekt natürlich erst merkt, wenn man es ein paar Mal geübt hat.

00:27:43: Aber das haben wir schon erwähnt und ich glaube, also ich wünsche mal unseren Hörerinnen und Hörern viel Spaß und Erfolg bei der Umsetzung.

00:27:50: Ja, das hoffe ich tatsächlich auch, Stefan, dass das einzelne Lust haben, wie gesagt, gerade eine To-Nicht-Strategie zu trainieren.

00:27:57: Wenn ich sie im richtigen Moment einsetze, wenn das richtig geht, es wird zeitfrei, es wird energiefrei.

00:28:02: Ich spare Nerven, ich spare emotionale Last.

00:28:06: Und wenn ich das nur ansatzweise richtig weiß, wie es im Jurastudium aussieht, dann kann ich das alles wunderbar gebrauchen, weil Zeit ist knapp, Nerven sind knapp, Energie ist knapp.

00:28:16: Es gibt wahnsinnig viel Stoff, mit dem es sich zu beschäftigen gibt.

00:28:21: Und vielleicht finden wir ja da noch den einen oder anderen Fan eben auch dieser Technik.

00:28:26: Ich liebe die heiß und innig und sehe tatsächlich fast jeden Tag, wie mächtig sie sein kann, wenn man sie benutzt im Umgang mit, ich wollte gerade sagen, mit emotionalem Stress, den wir eigentlich alle gut kennen aus den verschiedenen Momenten.

00:28:41: Super, das war eine tolle Zusammenfassung, tolle Schlusswort.

00:28:44: Vielen Dank lieber Oliver für diese sehr aufschlussreiche und wirklich interessante Folge.

00:28:48: Stefan, beim nächsten Mal haben wir Übungen.

00:28:49: Ich freue mich schon drauf.

00:28:51: und hoffe, dass wir dann wieder viele haben, die zuhören.

00:28:54: Ja,

00:28:54: alles klar.

00:28:55: Vielen Dank und bis zur nächsten Folge.

00:28:57: Tschüss.

00:28:57: Tschüss,

00:28:58: tschüss.

00:29:00: Das war unser Podcast Jura Mental.

00:29:03: Der Podcast ist Teil eines größeren Trainingsprogramms.

00:29:06: Dazu gehört noch eine WhatsApp-Gruppe, den Link findet ihr in den Show-Notes und weitere Trainingsinhalte.

00:29:12: Dieses Training wird immer kostenlos für euch bleiben, deswegen teilt den Podcast mit allen, die davon profitieren können und kommt in die WhatsApp-Gruppe.

00:29:20: Ich freue mich, euch dort mal persönlich kennenzulernen.

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