#6: Überwinde deine mentale Blockade! – Mit WOOP.

Shownotes

Heute schon gewoopt? Falls nicht: Mentalcoach Stephan Kowalski und die Rechtsanwältin und Mediatorin Dr. Mareike Bechtler empfehlen es wärmstens. Mit dieser durch Zufall aus der Kombination aus zwei Methoden entstandenen Technik kann man nämlich trainieren, wie man erfolgreich seine mentalen Blockaden überwindet. Was und wie genau, das erfährst du in dieser neuen Folge von JuraMental. Und natürlich gibt es dazu auch wieder Informationen in der komplett kostenfreien WhatsApp-Gruppe.

Diese Folge beinhaltet: BASISWISSEN => Motivation & Werte => WOOP

Du möchtest bei dem Programm dabei sein und keine Folge verpassen? Dann abonniere einfach unseren Podcast. Und gib die Info gerne auch an andere Studierende weiter. Zu den einzelnen Übungen, Hintergrundinfos und der Bilddatenbank zu dieser Folge geht es hier: Deine JuraMental-Trainingsgruppe auf WhatsApp!

Dieser Podcast bietet das perfekte mentale Programm für Dich. Aber, du kennst das sicher von Fitness, aus dem Gym oder vom Sport: Entwicklung und spürbare Veränderungen brauche regelmäßige Trainingseinheiten.

Zum erfolgreichen Mental-Training und Deep Dive haben wir daher begleitend eine geschlossene JuraMental-Trainingsgruppe auf WhatsApp eingerichtet: Dort stellen wir alle Materialien, Studien, Hintergrundinfos, Lernvideos, Tipps und Tools ein. Natürlich auch alles, was in der aktuellen Podcast-Folge erwähnt wird. Deine Anmeldung erfolgt ganz einfach über diesen Link:

https://chat.whatsapp.com/ElLNFAcSHWEL9mrSZxsM8a Und das ist uns wichtig: Die Nutzung des Podcasts und der Gruppe sind und bleiben garantiert kostenfrei!

Selbstverständlich ist die Gruppe auch ideal zum Austausch untereinander sowie zum direkten Kontakt mit den JuraMental-Trainern – bei Fragen, Feedback, Themenwünschen etc.Sei dabei! 

JuraMental – das sind wir:

Stephan Kowalski, Inhaber der Kulturgut Beratung und Training GmbH https://www.kulturgut.training/

Dr. Mareike Bechtler, Fachanwältin für Medizinrecht, Wirtschaftsmediatorin und Mitglied in der Prüfungskommission für das zweite Staatsexamen https://hfbp.de/team/dr-mareike-bechtler https://www.linkedin.com/in/dr-mareike-bechtler-021a49190/?originalSubdomain=de

Dr. Oliver Korn, Dipl.-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut https://www.korn-psychotherapie.de/ und Autor des Buchs: Sorgenlos und grübelfrei. https://www.beltz.de/fachmedien/psychologie/produkte/details/52062-sorgenlos-und-gruebelfrei.html

Das Trainingsprogramm JuraMental wurde mit der Bundesforschungszulage ausgezeichnet: www.bescheinigung-forschungszulage.de

Dieser Podcast JuraMental ist eine Produktion von STUDIO VENEZIA – the podcast company: https://www.studiovenezia.de/

Transkript anzeigen

00:00:02: Hier ist Jura Metall.

00:00:03: Das ist euer Podcast, liebe Jura-Studierende, wenn ihr mental stark durch Studium kommen wollt.

00:00:08: Und das ist gerade bei Jura keine einfache Aufgabe.

00:00:12: Die ungewohnte Denkweise, die schwierige Vorbereitung, die harten Examen, das ist wirklich eine Höchstleistung, da seid ihr mental voll gefragt.

00:00:21: Und in diesem Podcast lernt ihr Instrumente und Dinge kennen, von denen ihr noch gar nicht wusste, dass ihr sie trainieren könnt.

00:00:28: und ihr werdet damit besser durch Studium kommen.

00:00:30: Viel Spaß und ich freue mich, dass ihr dabei seid.

00:00:38: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge eures Podcastes Jura Mental, liebe Jurastudierende.

00:00:44: Ich bin Stefan und heute mit Marike zu unserer sechsten Folge.

00:00:47: Hallo Marike!

00:00:48: Hallo Stefan, hallo zusammen.

00:00:50: Ja, ich habe mal die Nummer dazu gesagt, damit wir nicht so die Orientierung verlieren.

00:00:54: Denn wir sind ja in so einem Trainingsprogramm, wo schon sinnvoll ist, das so Folge für Folge zu hören.

00:00:59: Wir haben ja schon einige Werte folgen und Visioning und andere Dinge schon so hinter uns.

00:01:05: Mariko und einiges, wie ich ja mittlerweile weiß, schon bekannt für dich und einiges neu.

00:01:10: Ganz

00:01:10: genau so ist es ja.

00:01:11: Und einiges auch bekannt, aber nicht unter den Begrifflichkeiten, die ich mittlerweile hier lernen durfte.

00:01:17: Und ich bin gespannt, was jetzt heute dazukommt.

00:01:20: Ja, also heute kommt eine Technik.

00:01:23: Da muss man mit dem Namen ein bisschen aufpassen.

00:01:25: Das ist ein Instrument, das hilft, submentale Blockaden zu überwinden.

00:01:29: Und die hat den Namen WUB.

00:01:32: Und es gibt seit einiger Zeit ein Fitness-Armband.

00:01:34: Das heißt auch WUB.

00:01:35: Hat mir mal ein Freund erzählt, der so ein Fitnessvorrückter ist.

00:01:39: Und das schreibt sich aber mit W-H-Doppel-OP.

00:01:42: Das ist es nicht.

00:01:43: Also unsere Technik W-Doppel-OP.

00:01:46: Und die wollen wir heute mal erzählen.

00:01:48: Und mentale Blockaden, also das, was einen selber davon abhält, so das volle Potenzial abzurufen, ich glaube, die gibt es einige in dem Jurastudium oder, Marike?

00:01:57: Na klar, also ich glaube, die gibt es ja sogar in jedem Studium, aber bei uns Juristen und Juristen kann ich sagen, das ist bei mir und auch bei meinen Freundinnen und Freunden definitiv so wahr.

00:02:09: Natürlich basierend auf dem Stress, den man sich... oft mal selbst macht, die Lernfülle und ich hatte ja schon mal berichtet, dass wissen alle Juristinnen.

00:02:22: Es dauert manchmal, bis der Groschen fällt, bis es klack macht und sich das ganze große Puzzle so zusammensetzt und zwischendurch denkt man immer wieder, ich versteh kein Wort und ich glaube, dann kann man sich... Mir ging das so da ganz gut reinsteigern und denken, das wird niemals was.

00:02:42: Ja, von daher glaube ich, diese Blockaden gibt es immer, immer wieder.

00:02:45: Und da bin ich gespannt auf Tipps wie wir die umgehen können.

00:02:49: Ja, und ich finde sogar, dass die Blockaden manchmal sogar bis zu einer Selbstsabotage auch gehen können.

00:02:54: Also wenn das eben so starken Einfluss auf unser Verhalten gewinnt, dass man sich selber sogar demotiviert.

00:03:02: Wir reden jetzt hier über Motivation, aber so eine Demotivation, dass einem man sich selber runterzieht, oder?

00:03:07: Das kann passieren.

00:03:08: Natürlich.

00:03:09: Und sich runterzieht, demotiviert, sich selbst schlecht macht, dann irgendwann sagt, ich bin zu dumm, ich kann gar nichts.

00:03:17: Auch das kennt, glaube ich, fast jeder von uns.

00:03:20: Das ist etwas, was wirklich dazu beitragen kann, dass dann alles noch viel schlechter läuft, als vielleicht sowieso schon, ja.

00:03:28: Genau und das ist auch ein bisschen die zweiteilung jetzt also zumindest bei den ersten teilen unseres podcastes.

00:03:33: Wesen in dem bereich motivation und werte.

00:03:35: da geht es um die motivation.

00:03:37: das ist faszinierend was wir so mit unserem gehören anstellen können.

00:03:41: Und dann geht es auch um den Umgang mit den Dingen, die uns selber demotivieren oder eben selbst sabotieren.

00:03:47: Und da machen wir den gesamten zweiten Teil.

00:03:49: Da kommt Oliver hauptsächlich ins Spiel, wenn es so mentale Fertigkeiten geht, wie wir mit diesem schwierigen Inleben umgehen.

00:03:56: Aber heute üben wir noch mal so eine Technik, die so ins positive geht, kann man sagen.

00:04:01: Also die hilft, mentale Blockaden zu überwinden.

00:04:04: Und es ist eine ganz interessante Geschichte dazu, denn diese Wub-Technik, die von Gabriele Oettingen entwickelt worden ist.

00:04:12: Die hat sie vor über dreißig Jahren, als sie Professorin geworden ist, ja, im Prinzip herausgefunden, weil sie sich mit der Frage beschäftigt hat, warum Menschen, die positiv denken, eigentlich so erfolgreich sind.

00:04:24: Das war so damals ihre Annahme.

00:04:25: Und dann hat sie in ihrer Forschung, in ihrer Habilitation, Achtung, in der Zungenbrecher.

00:04:32: hat sie dann untersucht, ob das so ist.

00:04:33: Und jetzt kam das Interessante, sie hat herausgefunden, Menschen, die immer positiv denken, sind gar nicht so erfolgreich, sondern im Gegenteil, Menschen, die so wahnsinnig positiv denken, nehmen im Kopf den Erfolg schon vorweg und fangen gar nicht erst an, sie richtig anzustrengen.

00:04:48: Ist verrückt, oder?

00:04:49: Das ist wirklich verrückt.

00:04:51: Ja, also ein positives Denken alleine war also ihrer Kästchen.

00:04:53: Das hilft

00:04:54: dann also nicht.

00:04:55: Genau.

00:04:56: Und da hat sie sich ja was hilft denn?

00:04:57: Weil negatives Denken, das war auch relativ klar.

00:05:00: Also Menschen, die immer nur wirklich das negative sehen, das hilft auch nicht.

00:05:03: Und sie ist auch eine interessante, ja oder ich würde sagen, wirklich faszinierende Entdeckung gekommen.

00:05:10: und darauf gestoßen, nämlich sie hat dann eine Technik entwickelt, das nannte sie Mental Contrasting, mentales Kontrastieren.

00:05:17: Und das bestand darin, dass man sich auf der einen Seite das positive Ergebnis vorstellt, also positiv schon denkt, und dann auf der anderen Seite das größte Hindernis vorstellt, das in einem selber liegt.

00:05:29: Und das heißt, man nimmt sich so zwanzig, dreißig Sekunden Zeit, um das Ergebnis sich in allen Farben auszumalen.

00:05:36: Und dann auf der anderen Seite überlegt man sich, wieder zwanzig, dreißig Sekunden, was ist das größte Hindernis in mir?

00:05:42: Und das macht man ein paar Mal hin und her, wie so ein Pendel, ja, und deswegen dieser Begriff Mental Contrasting.

00:05:48: Und dann hat sie herausgefunden, dass Menschen, die das tun, das ist eine mentale Übung, tatsächlich Energie gewinnen.

00:05:54: Und das hat sie dann genannt, also Mental Contrasting.

00:05:57: Dann hat sie irgendwann einen späteren Mann kennengelernt, Peter Golwitzer, ein sehr, sehr bekannter Psychologe in der Welt der Motivationspsychologie.

00:06:06: Und der hatte eine andere Technik, die an den Staat gebracht, die nannte sich Implementation Intentions, die ist in Deutschland bekannt oder den Begriff Wendanpläne.

00:06:16: Das heißt, ich habe ein festes Ziel und immer wenn ein Hindernis auftritt, dann überlege ich mir, wenn dieses Hindernis auftritt, dann mache ich folgendes.

00:06:24: Das hilft wahnsinnig gut im Lernen.

00:06:25: Das hilft schon bei Kindern in der Schule, die ihre Hausaufgaben vielleicht nicht so regelmäßig machen, wie man sich das wünscht und so weiter.

00:06:31: Und das wollen wir heute mal erklären.

00:06:33: Und haben sich kennengelernt?

00:06:34: und was machen Psychologen, wenn sie sich kennenlernen so mit unterschiedlichen Instrumenten, die machen erst mal eine Studie.

00:06:40: Welches Instrument ist besser?

00:06:42: Deins oder Mainz?

00:06:43: Und man hat also herausgefunden, dass die Wugtechnik in dieser Studie etwas besser abschnittt als die Entschuldigung, das Mental Contrasting.

00:06:52: als die Implementation Intentions.

00:06:54: Und das Faszinierende war, wenn man beide Techniken zusammengepackt hat, dann waren die erfolgreicher als jede Technik für sich.

00:07:01: Und außen entstand dann MCI Mental Contrasting with Implementation Intentions.

00:07:06: Also eine nette Geschichte zwischen den beiden, die in einem interessanten Instrument mündete.

00:07:14: Und der Begriff war da ein bisschen sperrig und daraus hat dann Gabriele Oettingen in ihrer weiteren Zeit diese Wub-Technik gemacht, die entstand also aus der Zusammenführung zweier sehr, sehr gut funktionierender Techniken und diese Zusammenführung war also noch erfolgreicher.

00:07:27: Und das wollte ich euch und die Marike heute einfach mal vorstellen und mal besprechen.

00:07:32: Was sind das so für Herausforderungen im Studium, mit dem man da einen Umgang finden sollte?

00:07:38: Und wie funktioniert diese Technik?

00:07:39: Also die ist zum Glück nicht so wahnsinnig schwierig.

00:07:42: Man muss die allerdings wie andere Dinge auch, die wir in unserem Podcast vermitteln, trainieren.

00:07:46: Also es geht nicht von alleine, wenn man es das erste Mal macht, dann klappt das schon.

00:07:50: Wenn es doch so einfach wäre, schade ja.

00:07:52: Okay, dann bin ich gespannt.

00:07:53: Was würdest du sagen, was ist so eine wirklich große mentale Herausforderung?

00:07:57: Man kann das sicherlich nicht für allgemeiner, aber wenn du so an deinem Studium zurückdenkst, was war das so?

00:08:04: Was war die größte Herausforderung?

00:08:09: Ich glaube, dass die größte Herausforderung ist, diese Fülle an Lernstoff am Ende erst geballt in einer Prüfung, also in diesem alles- oder nichts-Prinzip.

00:08:20: abrufen zu müssen.

00:08:21: Das war, glaube ich, für mich das Größte.

00:08:24: Es ist ja sicher auch eine Typfrage.

00:08:25: Ich konnte schon immer gut lernen.

00:08:27: Ich bin relativ diszipliniert, habe kein Problem, regelmäßig in die Uni zu gehen.

00:08:31: Hatte kein Problem, bis jetzt auch schon ein paar Jahre her.

00:08:34: Das war nicht so schwierig, sicher Typ, aber eigentlich, weil bei mir war das bestimmt die Fülle kombiniert mit dem am Ende, dann muss es auch sitzen.

00:08:41: Also ein hoher Anspruch an dich selber?

00:08:43: Ja.

00:08:43: Aber dann eben auch eine echte Herausforderung, echtes Problem, diese wahnsinnige Fülle an Stoff.

00:08:49: Wir sprachen ja schon ganz am Anfang mal in unserer Startfolge drüber, wo man auch, glaube ich, zum Teil auf Lücke lernen muss, weil es kaum möglich ist, das alles zu beherrschen.

00:08:57: Ja, genau.

00:08:59: Okay, das ist jetzt ein gutes Thema, also auch eine echte Herausforderung, die, glaube ich, viele andere auch haben von unseren Jurastudierenden.

00:09:07: Und diese Wub-Technik besteht jetzt darin, sich also auf der einen Seite das bestmögliche Ergebnis vorzustellen.

00:09:12: Und dafür stehen in diesem Akronym diesen vier Buchstaben die ersten beiden.

00:09:17: Und das erste W und O steht für Wish und Outcome.

00:09:22: Also man sollte sich auf der einen Seite mal so seinen größtmöglichen Wunsch vor Augen führen.

00:09:27: Das könnte jetzt hier also zum Beispiel sein, ich habe das Studium oder ich habe einen Vielleicht einfach ein gutes Gefühl, wenn ich in das Examen gehe, dass ich einfach gut vorbereitet bin.

00:09:39: Vielleicht ist es der Wunsch, später die Qualifikation fürs Richteramt zu schaffen, was immer es ist oder den Notenschnitt.

00:09:47: Also ich habe einen Wunsch und dann überlege ich mir, was ist das bestmögliche Ergebnis, also das Outcome für mich.

00:09:56: Also wie fühlt sich das vielleicht an?

00:09:58: Was ist das für ein Gefühl?

00:10:00: Was werde ich dann erreicht haben?

00:10:02: Und da merkt ihr vielleicht auch schon viele dieser Techniken hängen eng zusammen.

00:10:05: Das sind Fragen, die wir uns in der Visioning Folge auch gestellt haben.

00:10:09: Und das finde ich ganz faszinierend, weil diese Technik von der Gabriele Oettingen... Ja, wirklich dieses Visioning-Element in sich trägt, nämlich diese Vorstellung der Zukunft, wenn ich sie schon erreicht habe.

00:10:21: Das ist also der eine Part, allerdings, und das ist ganz anders als beim Visioning, da stellt man sich nur für relativ kurze Zeit, zwanzig, dreißig Sekunden, vielleicht vor.

00:10:30: Und dann kommt der andere Teil, der zweite Teil in diesem Akronym, das O und P. Hier steht O für Obstickel und P für Plan.

00:10:42: Also O, das Obstige des Hindernis, da geht es um das größte Hindernis, das in mir liegt.

00:10:48: Es geht nicht um äußere Hindernisse, weil die können wir jetzt allein durch Gedankenkraft natürlich nicht beseitigen, sondern es geht um die Dinge, die unschwer fallen.

00:10:56: Das könnte sein, dass ich vielleicht morgens, wenn ich gerne lernen möchte, nicht aus dem Bett komme.

00:11:00: Das kann sein, dass ich, wenn ich mal einfach keine Lust mehr habe, gar nichts mache.

00:11:04: Was auch immer.

00:11:05: Was ist das größte Hindernis, das in mir liegt?

00:11:09: Und immer wenn dieses Hindernis auftritt.

00:11:12: Wie könnte dann der Plan aussehen, also der letzte von den vier Buchstaben, das P steht für Plan, um mit diesem Hindernis einen guten Umgang zu finden?

00:11:22: Das heißt, das mentale Kontrastieren besteht also zum einen darin sich das bestmögliche Ergebnis vorzustellen und dieses Ziel zu haben, diesen einen Wunsch, der wirklich mich motiviert, der mir Kraft gibt, der der Grund ist, warum ich das hier alles mache.

00:11:37: und mit welchem Ergebnis ist das verknüpft.

00:11:39: Und dann stelle ich mir vor, was ist das größte Hindernis in mir?

00:11:44: Dem Plan, das ich da in dir stelle, ist tatsächlich noch erstmal weg.

00:11:46: Ich pendle also hin und her und zum Schluss sage ich, okay, wenn dieses Hindernis in mir auftritt, was mache ich dann?

00:11:54: Also wenn ich keine Lust habe oder wenn ich zum Beispiel durch mein Handy abgelenkt werde, dann lege ich das Handy in einen anderen Raum und trinke erstmal ein Schluck Wasser.

00:12:02: So.

00:12:03: Und jetzt ist das Faszinierende an diesem Plan.

00:12:06: Wenn wir den einmal formulieren und man sollte das Ergebnis versuchen aufzuschreiben, dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass wir das tatsächlich so umsetzen, sehr, sehr stark an.

00:12:17: Also das funktioniert, man könnte sagen, ist so ein bisschen so eine Überlistung unseres Gehirns.

00:12:21: Hört sich verrückt an, oder?

00:12:23: Ja,

00:12:24: es hört sich vor allem auch ein bisschen so an, als würden wir alles, was wir hier so lernen, ein bisschen aufeinander aufbauen.

00:12:30: Also das ergibt langsam alles, denn nicht schlecht.

00:12:34: Ja, natürlich ist der größtmögliche Wunsch, hat ja auch was mit unseren Werten zu tun.

00:12:39: Ja, wie will ich sein?

00:12:40: Was ist mir wichtig?

00:12:42: Ja, was sind das für Ergebnisse, die ich dann erzielen kann?

00:12:45: Also auch diese Fragen zur Selbstmotivation.

00:12:47: Welchen Grund könnte es für mich geben, mich jetzt in meinem Verhalten zu verändern?

00:12:51: Also was wirkt so stark, dass es auf mich ja wie so ein Sog wirkt.

00:12:56: Ja, und das ist hier genau dasselbe.

00:12:58: Und ist es jetzt so, dass ich mir das Up... einmal erarbeiten und das dann erst mal für eine ganze Zeit reicht?

00:13:06: oder mache ich das wöchentlich neu?

00:13:08: oder wie stelle ich mir das vor?

00:13:09: Ja, das ist eine sehr, sehr gute Frage, weil das Instrument tatsächlich sehr vielseitig ist und man kann es für unterschiedliche Zeiträume nehmen.

00:13:16: Also wenn ich mir das jetzt vorstelle für das Ende des Exams, also ein sehr weit vielleicht in die zukunft liegendes Woop, mir mal versuche vorzustellen, also diese Komponenten, dann reicht das tatsächlich, wenn ich das einmal mache und mir dann einfach aufschreibe.

00:13:30: Und durch dieses Aufschreiben laden wir unser Gehirn, unser Unbewusstes quasi auf.

00:13:36: Ich kann das aber auch machen, um Tages- oder Wochenziele zu erreichen.

00:13:39: Man sollte vielleicht nicht fünf verschiedene Wups auf einmal machen.

00:13:42: Die Empfehlung ist so ein bis zwei, die man wirklich zur Zeit dann gerade hat.

00:13:47: Und die Empfehlung ist auch, zumindest hat das so die Forschung auch gezeigt, dass es eher kurz und mittelfristige sind.

00:13:52: Da wirkt es etwas stärker, als sich das für ein großes Ziel vorzunehmen.

00:13:56: Aber es gab zum Beispiel mal eine interessante Studie, die Gabriele Oettingen mit Krankenkassen gemacht hat.

00:14:00: Da ging es um das Thema der gesunden Ernährung und die Menschen, die das gemacht hatten, wollten also etwas mehr Obst und Gemüse essen.

00:14:08: Und dann haben die sich das also, dieser Technik also vorgestellt, geguckt, welche Hindernisse liegen in mir.

00:14:14: Und das Faszinierende war, dass über ein halbes Jahr nach dieser Studie, diese Gruppe, die das also gemacht hat, im Verhältnis zu ihrer Kontrollgruppe, immer noch sich gesünder ernährt hat.

00:14:25: Also, dass diese Wirkung tatsächlich lang anhalten war, ohne dass sie das jeden Tag wiedergemacht haben.

00:14:31: Ich glaube, allerdings nur nach meiner Erfahrung, dass es ein bisschen Übung braucht.

00:14:35: Und deswegen ist so meine Empfehlung, wenn ich das so mit Trainingsteilnehmern mache, erstmal mit so ein paar kürzeren Woops anzufangen, um da überhaupt mal so reinzukommen.

00:14:43: Also nicht so, dass eine große sich vorzunehmen und denken, dann klappt es schon.

00:14:47: Und es geht ja auch um die Hindernisse, die auch oft in unserem alltäglichen liegen.

00:14:51: Also, man muss ein bisschen aufpassen, dass man nicht... Ja so zu allgemeine Sachen nimmt.

00:14:56: also sowas wie wenn ich gerade keine Lust habe lerne ich trotzdem.

00:15:00: Also das wäre so ein Plan der nicht besonders gut funktioniert.

00:15:03: Es muss schon spezifisch sein und ich finde das ist auch gut vorstellbar oder es ist sonst.

00:15:08: Genau und sonst ist es dann auch nicht ehrlich und am Ende dann nicht diese Überlistung von der du sprichst.

00:15:13: also denke wenn dann muss man es schon schon richtig echt machen.

00:15:18: Ja genau also das ist zum Beispiel sowas wie.

00:15:23: Wenn ich mich morgens an mein Schreibtisch setze dann werde ich als erstes und dann kommt in der Aufgabe dir als erstes macht ja mir vielleicht werde ich erst noch mal eine neunzehn-minütige Übungsplausur schreiben.

00:15:33: Vielleicht ist das wo ich oft keine Lust zu habe oder was ich vor mir her schiebe ja und also dass man dann sagt wenn ich diesen Vendantplan formuliere steigt die Wahrscheinlichkeit dass wenn ich mich dann an den Schreibtisch setze also ein klarer Auslöser sehr sehr spezifisch.

00:15:49: dass ich dann eine ganz konkrete Handlung durchführe.

00:15:53: Das ist viel besser als zu sagen, wenn ich mal keine Lust habe, dann schreibe ich trotzdem eine Übungsklausur.

00:15:58: Das würde relativ wenig bringen und es wird auch nicht gut funktionieren.

00:16:03: Und dieser erste Wuppteil, also diese Vorstellung, Was ist das bestmögliche Ergebnis?

00:16:11: Was ist mein großer Wunsch?

00:16:13: Der versorgt uns jetzt zwar mit Energie, aber der zweite Teil, der verhindert dann, dass diese Energie wieder verpufft, weil wir so diesen Gedanken haben, das ist ja schon erreicht, sondern da beschäftigen wir uns mit den Hindernissen.

00:16:25: Und das ist auch in der Reihenfolge wichtig, also wir beschäftigen uns zuerst mit dem positiven Ergebnis.

00:16:30: Denn das hat die Forschung von Gabriele Oettingen eindeutig gezeigt, als sie es versucht hat, mal umzukehren, dass sich also die Menschen erst mit dem Hindernis beschäftigt haben und dann mit dem positiven Ergebnis.

00:16:40: Das war bei Weitem nicht so erfolgreich.

00:16:43: Also dieser wischende Gedanke, der kommt hier gut durch und insofern kann man sagen, war ihre, soll man sagen, ihre erste Forschung gar nicht so ganz umsonst, weil das positive Denken schon hilft, aber eben, wenn es eingebettet ist, in den Umgang mit den Hindernissen.

00:17:00: Man hat sonst vielleicht auch so ein bisschen die Tendenz, so die Hindernisse einfach auszublenden.

00:17:04: Das machen und wecken, ja.

00:17:06: Ja genau, als wären die gar nicht da, ne?

00:17:08: Also, so auf einmal, ich bin immer motiviert, aber da bin ich ja gar nicht oder, ich bin ein Mensch der morgens gut lernen kann und dabei komme ich eigentlich kaum aus dem Bett und so was, ne?

00:17:18: Also das ist natürlich quatschig, die Welt schön zu reden.

00:17:21: Ja und es braucht so einige wochen übung.

00:17:24: und also die einladung hier auch in die affinity einer whatsapp gruppe dann wieder weiteres material dazu.

00:17:31: die einladung ist das einfach mal auszuprobieren.

00:17:34: Und euch tatsächlich dieses wub einmal kurz aufzuschreiben und wir haben dazu dann auch eine kleine vorlage.

00:17:41: Das ist ja im prinzip vier kurze setze ja einmal ganz kurz aufschreiben.

00:17:44: mein größter wunsch ist.

00:17:46: Das haben wir für euch vorbereitet.

00:17:48: wie so eine kleine Karte könnte ich ausschneiden und auch immer wieder befüllen.

00:17:53: Ich habe das mal gemacht laminiert und mit so einem abfischbaren Stift.

00:17:55: ja dann kann man das tatsächlich auch immer wieder verwenden.

00:17:58: Also mein größter Wunsch ist mein bestes Ergebnis ist da kommt so eine kleine Linie dazwischen.

00:18:04: das größte Hindernis das in mir liegt ist.

00:18:08: Und dann kommt der Vendant plant wenn dieses Hindernis auftritt.

00:18:12: Dann mache ich folgendes.

00:18:13: Und da füllt ihr dann das nochmal ein.

00:18:14: Also wenn dieses, da wo dann Hindernis kommt, da ist nochmal eine Lücke, Auftritt dann mache ich folgendes und das überlegt ihr euch.

00:18:22: Und das das Faszinierende ist ja, finde ich, oder das wirklich Interessante ist, dass dieses Aufschreiben eine so starke Wirkung hat im Verhältnis dazu, als wenn man sich das nur vorstellen würde.

00:18:32: Das wirkt tatsächlich viel schwächer.

00:18:35: Und wir hatten das ja schon mal auch bei unserem Visioning-Mariake, dass dieses Aufschreiben auch mit der Hand wirklich wichtig ist.

00:18:40: Ja.

00:18:41: glaube ich, ist auch ein ganz, ganz entscheidender Faktor tatsächlich.

00:18:45: Ja, es ist so ein bisschen, als würden wir uns beim Denken zuschauen.

00:18:48: Wir schreiben ja langsam, als wir denken können, natürlich.

00:18:51: Ich würde mir sagen, die meisten Messen und ihr, liebe Jury, studieren dann auf jeden Fall.

00:18:57: Und da ist es tatsächlich so, dass diese Gedanken nochmal verfestigt.

00:19:02: Ja.

00:19:03: Wir werden in der nächsten Folge noch mal auf diese Vendant-Klinik noch mal etwas ausführlicher eingehen, weil die auch für sich schon funktionieren.

00:19:10: Also auch da waren die Forschung von Peter Golwitz ja natürlich nicht umsonst.

00:19:13: Er hat auch wahnsinnig viele Studien dazu.

00:19:16: Aber heute erstmal so diese Technik von Gabriele Oettingen, die ihm diesen ersten Part dabei hat, der ja in unserem Visioning vorkam.

00:19:24: Ich versuche mir, ein Ergebnis in der Zukunft vorzustellen, als wäre er schon eingetreten.

00:19:29: Und das macht sie, indem sie halt die Frage stellt, was ist das bestmögliche Ergebnis für dich, wenn dieser Wunsch in der Füllung geht.

00:19:37: Also schon recht, es baut tatsächlich, es ist ja gut, dass es so hoffentlich ersichtlich wird, es baut alles aufeinander auf.

00:19:43: Ja.

00:19:44: Ich finde tatsächlich für mich, ich habe ganz viele Gedanken ginge, die ganz interessant sind.

00:19:48: Ich bin ja zum Beispiel auch Mediatoren.

00:19:50: Und wenn man mit den Parteien den Prozess durchgeht, um ein bestmögliches Mediationsergebnis zu erzielen, dann... schauen wir auch was ist das beste was passieren kann was ist die schlechteste alternative also die schlechteste alternative zum besten ergebnis?

00:20:09: und was passiert wenn dann die schlechteste alternative eintritt?

00:20:12: was muss man dann machen damit es doch besser wird?

00:20:14: also ist ganz interessant weil die gedankengänge sind ganz ähnlich

00:20:17: ja super.

00:20:18: also ich glaube auch dass diese techniken nur dann wirklich gut funktionieren, wenn sie eben nicht zu akademisch, zu theoretisch sind und zu weit weg, so vom normalen Leben sind, denn dann würden Menschen sie gar nicht erst einsetzen.

00:20:33: Das zeichnet, glaube ich, die wirklich wirksame Mentaltechnik aus, von dem wir ja noch einige in unserem Podcast hier in unserem Trainingsprogramm haben, dass sie eben relativ vielleicht anwendbar sind, aber eben Training brauchen.

00:20:45: Also nur der Gedanke, ich mach das jetzt einmal und dann läuft das hier wie geschnitten Brot ist natürlich Quatsch.

00:20:52: Ja.

00:20:53: Ja, das war schon unsere Wub-Technik.

00:20:55: Also, einmal kurz erläutert mit ein bisschen Zusatzmaterial.

00:20:59: Aber auch hier wieder, ich sehe schon, Marike, du kennst die meisten Techniken.

00:21:02: Es ist nur unter einem anderen Namen oder vielleicht ein bisschen anders aufgebaut.

00:21:07: Ja, aber ich, es ist ganz toll, das aufgeflusst zu bekommen und ich hätte es gern früher gekonnt oder gekannt.

00:21:13: Ja, also genau.

00:21:14: Und auch vielen Dank an dieser Stelle schon.

00:21:16: Wir bekommen schon auch tolle Reaktionen von den Jurastudierenden.

00:21:20: Vielen Dank dafür.

00:21:22: Und viel Spaß bei dem Training der WUG-Technik.

00:21:25: Und ich freue mich auf die nächste Folge mit euch und vor allem mit dir, liebe Marike.

00:21:29: Vielen Dank.

00:21:30: Ich danke dir, Stefan.

00:21:31: Und viel Spaß beim Zuhören.

00:21:32: Tschüss.

00:21:33: Tschüss.

00:21:36: Das war unser Podcast Jura Mental.

00:21:39: Der Podcast ist Teil eines größeren Trainingsprogramms, dazu gehört noch eine WhatsApp-Gruppe, den Link findet ihr in den Show-Notes und weitere Trainingsinhalte.

00:21:48: Dieses Training wird immer kostenlos für euch bleiben, deswegen teilt den Podcast mit allen, die davon profitieren können und kommt in die WhatsApp-Gruppe.

00:21:56: Ich freue mich, euch dort mal persönlich kennenzulernen.

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