#7: Werte, Visionen und Hindernisse überwinden – Glückwunsch, du hast Staffel 1 geschafft!

Shownotes

Geschafft! Gratulation! Mit Folge 7 ist die erste Staffel von JuraMental komplett. Mentalcoach Stephan Kowalski und die Rechtsanwältin und Mediatorin Dr. Mareike Bechtler fassen hier noch mal die wichtigsten Tools und Übungen zusammen. Wie ist das noch mal mit den Werten, dem Visioning und der Wenn-dann-Übung? Wiederholung ist besonders wichtig beim mentalen Trainieren, und ein paar neue Beispiele und Hinweise sind natürlich doch wieder dabei. Reinhören lohnt sich also wie immer!

Diese Folge beinhaltet: BASISWISSEN > Motivation & Werte > Zusammenfassung

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Dieser Podcast bietet das perfekte mentale Programm für Dich. Aber, du kennst das sicher von Fitness, aus dem Gym oder vom Sport: Entwicklung und spürbare Veränderungen brauche regelmäßige Trainingseinheiten.

Zum erfolgreichen Mental-Training und Deep Dive haben wir daher begleitend eine geschlossene JuraMental-Trainingsgruppe auf WhatsApp eingerichtet: Dort stellen wir alle Materialien, Studien, Hintergrundinfos, Lernvideos, Tipps und Tools ein. Natürlich auch alles, was in der aktuellen Podcast-Folge erwähnt wird. Deine Anmeldung erfolgt ganz einfach über diesen Link:

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Und das ist uns wichtig: Die Nutzung des Podcasts und der Gruppe sind und bleiben garantiert kostenfrei! Selbstverständlich ist die Gruppe auch ideal zum Austausch untereinander sowie zum direkten Kontakt mit den JuraMental-Trainern – bei Fragen, Feedback, Themenwünschen etc. Sei dabei! 

JuraMental – das sind wir: Stephan Kowalski, Inhaber der Kulturgut Beratung und Training GmbH https://www.kulturgut.training/ https://www.linkedin.com/in/cathleen-vogel-5750a31b0/?original_referer=https%3A%2F%2Fwww%2Egoogle%2Ecom%2F&originalSubdomain=de

Dr. Mareike Bechtler, Fachanwältin für Medizinrecht, Wirtschaftsmediatorin und Mitglied in der Prüfungskommission für das zweite Staatsexamen https://hfbp.de/team/dr-mareike-bechtler https://www.linkedin.com/in/dr-mareike-bechtler-021a49190/?originalSubdomain=de

Dr. Oliver Korn, Dipl.-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut https://www.korn-psychotherapie.de/ und Autor des Buchs: Sorgenlos und grübelfrei. https://www.beltz.de/fachmedien/psychologie/produkte/details/52062-sorgenlos-und-gruebelfrei.html

Das Trainingsprogramm JuraMental wurde mit der Bundesforschungszulage ausgezeichnet: www.bescheinigung-forschungszulage.de

Dieser Podcast JuraMental ist eine Produktion von STUDIO VENEZIA – the podcast company: https://www.studiovenezia.de/

Transkript anzeigen

00:00:00: Hier ist Jura Metall.

00:00:03: Das ist euer Podcast, liebe Jura-Studierende, wenn ihr mental stark durch Studium kommen wollt.

00:00:08: Und das ist gerade bei Jura keine einfache Aufgabe.

00:00:12: Die ungewohnte Denkweise, die schwierige Vorbereitung, die harten Examen, das ist wirklich eine Höchstleistung, da seid ihr mental voll gefragt.

00:00:21: Und in diesem Podcast lernt ihr Instrumente und Dinge kennen, von denen ihr noch gar nicht wusste, dass ihr sie trainieren könnt.

00:00:28: und ihr werdet damit besser durch Studium kommen.

00:00:30: Viel Spaß und ich freue mich, dass ihr dabei seid.

00:00:38: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Podcasts Jura Mental.

00:00:42: Heute zusammen mit Marike, ich bin Stefan.

00:00:44: Hallo Marike.

00:00:45: Hallo Stefan, hallo zusammen.

00:00:47: Ja, und es kommt mir vor, als hätten wir gestern das angefangen, aber wir sind tatsächlich jetzt schon in der siebten Folge und das ist die letzte Folge in unserem Bereich Motivation und Werte, die wir zusammen gemacht haben, Marike.

00:00:58: Ich finde ja, ein bisschen selbst robust mal sein.

00:01:01: Ich finde unsere Folgen sind eigentlich ganz gut geworden.

00:01:03: Mir gefällt es auch gut.

00:01:06: Jetzt hoffen wir natürlich, dass das bei den Jurastudierenden genauso ist.

00:01:09: Genau, das wäre schön.

00:01:10: Ja, und erste Resonanz ist zum Glück sehr positiv.

00:01:14: Ja, und wir wollen diese Folge mal nutzen.

00:01:16: Wir haben ja einige Instrumente vorgestellt, um das nochmal so ein bisschen Revue passieren zu lassen.

00:01:22: was ist so hängen geblieben, was sind so ganz zentrale Sätze, die ihr so mitnehmen könnt.

00:01:26: Man könnte sagen, das ist so ein kleines Cheat-Cheat, so nennt man das ja.

00:01:30: Also das Schummelblatt, also wie hieß das früher in der Schule, immer der Schummelzettel, ne?

00:01:34: Spickzettel,

00:01:35: ne?

00:01:35: Ja,

00:01:35: Spickzettel, genau.

00:01:38: Wobei, das schreibende Spickzettel, es war meist besser, als ihn dann überhaupt dabei zu haben.

00:01:42: Genau, danach braucht man ihn nicht mehr, das ist auch die Wahrheit, stimmt's.

00:01:46: Das machen wir heute also, indem wir die Folgen einfach nochmal ganz kurz so durchgehen.

00:01:50: Und dann haben wir noch zu der letzten Folge, wo wir die Woop-Technik von Gabriele Oettingen mal so ein bisschen diskutiert haben, noch eine Ergänzung, die sich auf die Vendantpläne bezieht.

00:01:59: Das machen wir zum Schluss, sodass ihr auch da nochmal auch für heute tatsächlich nochmal eine kleine Trainingsaufgabe bekommt.

00:02:08: Wir haben ja am Anfang angefangen mit diesem Thema Werte.

00:02:12: Und ich fand das super, Marike, du warst ja so in Bezug auf deine Werte unglaublich klar.

00:02:16: Also sowohl bei deiner Arbeit, du konntest dich auch noch gut an deinen Studium erinnern.

00:02:20: Also, hast du dich da viel schon mit beschäftigt?

00:02:22: oder wie kam das so?

00:02:24: Also, ich habe im Studium habe ich mich damit nicht beschäftigt.

00:02:27: Ich habe zu Beginn meiner Tätigkeit als Rechtsanwältin ein Business Coaching gemacht und die damalige Trainerin hat mir gesagt, dass es einfach ganz wichtig ist, zu wissen, was die Werte sind und sich darüber im Klaren zu werden, wenn man auch wissen möchte.

00:02:47: wo man hin möchte.

00:02:49: Und zwar, wie man das in der Arbeit hat, was da privat so ist, wie es mit dem Team miteinander ist.

00:02:54: Und da habe ich mich sehr intensiv damit beschäftigt seinerzeit.

00:02:57: Und ich hatte das ja auch schon mal gesagt, ich finde, es gibt ein paar Werte, die sich auch verändern.

00:03:05: Und dann gibt es gleichzeitig Werte, die einfach auch dauerhaft bleiben, die eigentlich von Anfang bis Ende da sind.

00:03:13: Das ist für mich ganz interessant zu sehen und ich mache das tatsächlich auch einmal im Jahr und setze mich hin, nehme mir ein bisschen Zeit, schreibe das dann auf und leiche ab, ob sich etwas verändert hat.

00:03:22: Ja, sehr, sehr gut.

00:03:23: Und das ist schon auch ein wichtiger Aspekt, da haben wir drüber gesprochen.

00:03:26: Werte sind zwar über einen längeren Zeitraum stabil, aber in bestimmten Lebensphasen ändern die sich.

00:03:31: Also sie können im Studium ein bisschen anderen Schwerpunkt haben, als vielleicht spielt ein Beruf oder auch, wenn man es mal privaten sieht, ja, wenn man auf einmal vielleicht eine Familie gegründet hat, hat man andere Werte, als wenn man alleine lebt und so weiter.

00:03:44: Also Werte sind schon auch ein Stück weit kontextabhängig.

00:03:48: Und um das nochmal so zusammenzufassen, was wir dazu gemacht haben, was glaubst du, warum sind Werte so eine große Hilfe auch für Studium?

00:03:55: Für mich denke ich, dass wenn man genau weiß, was einem wichtig ist, was einen antreibt, wofür man Dinge tut, was der innere Motor ist, dann kommt man eben über Durststrecken und über Zeiten, in denen es einem mal nicht so gut geht und in denen man vielleicht auf den ersten Blick das Ziel aussieht.

00:04:14: den Augen verliert, viel für besser hinweg.

00:04:17: Und dann kann man sich einfach fragen, wofür mache ich das denn?

00:04:21: Und dann ist das etwas, was, denke ich, sehr antreibt und einen immer wieder erinnern lässt.

00:04:27: Das ist der Grund.

00:04:29: Sehr, sehr gut.

00:04:30: Also ein starker Treiber für die Motivation.

00:04:32: Und da kommen wir schon zu der ersten Frage für den Spickzettel.

00:04:35: Die lautet in schwierigen Situationen kann ich mir die Frage stellen, wie kann ich jetzt in diesem Moment mein wichtigsten Wert leben oder ein meiner wichtigsten Werte?

00:04:44: Also sehr, sehr gut.

00:04:45: Das heißt, in Phasen, wo es einmal nicht so gut geht, da mal die Werte quasi gedanklich rauszuholen.

00:04:50: Ich habe sie mir damals ja sogar auch einzelt auf so eine kleine Karte geschrieben, also jeden Wert auf eine Karte.

00:04:55: Dann habt ihr immer so dabei gehabt.

00:04:57: Also wie kann ich jetzt in diesem Moment mein wichtigsten Wert leben?

00:05:00: Es ist tatsächlich eine Hilfe und die Ermittlung der Werte haben wir in der Folge zwei sehr ausführlich vorgestellt.

00:05:05: Also wer da nochmal reinhören möchte, macht das sehr gerne.

00:05:09: Dann haben wir ja ein zweites, ich finde auch unglaublich starkes Instrument so besprochen, dieses Visioning.

00:05:15: Und du hattest ja erzählt, dass du genau in diesem Coaching, dass du dann zu Beginn deiner anwaltlichen Tätigkeit gemacht hast, ja auch für dich so ein Erfolgsbild oder so eine Vision mal aufgeschrieben hast.

00:05:25: Warum auch das?

00:05:26: wieder die Frage, warum sollte man sowas in seinem Studium machen?

00:05:30: Auch da, je konkreter die Vorstellung wird, mir hat vieles geholfen.

00:05:34: Wir Juristen sind ja oft Menschen, die gerne mit Sprache arbeiten.

00:05:38: Und für mich hat schon alleine die Formulierung in der Gegenwart in meinem Kopf viel angestoßen.

00:05:45: Also man, vielleicht nochmal zur Änderung, wir sagen ja nicht, irgendwann wird es so sein, dass, sondern wir formulieren es so, als wäre es bereits eingetraten.

00:05:53: Also wir formulieren immer in der Gegenwart und das finde ich hat mir in meinem Denkprozess schon viel geholfen, denn für mich sind dann auch die Bilder, die mir vor Augen kamen und auch immer noch kommen, wenn ich das jetzt mache, ja, nicht so in weite Ferne gerückt, sondern es fühlt sich dann wirklich ganz, ganz real an, weil es ja jetzt ist.

00:06:20: Und ich kann nur sagen, dass auch da, wenn man weiß, wo man später hin möchte und wie es sich anfühlen soll.

00:06:31: Dann ist diese immer mal wieder auftauchende Durststrecke vielleicht nicht ganz so lang und trocken, als sie es sonst wäre.

00:06:43: Und zu wissen, warum man Dinge tut, ist, glaube ich, also was man damit erreichen möchte, ist, glaube ich, immer ein guter Ratschlag.

00:06:53: Ja, sehr, sehr gut.

00:06:54: Das finde ich schon die zentralen Aspekte angesprochen.

00:06:57: Also einmal sich, ich biebe mich in die Zukunft, ja, also für die alten Fenster der Serie Raumschiff Enterprise, obwohl liebe Juristudien, das war vor eurer Zeit.

00:07:07: Aber ich reise also gedankt nicht in die Zukunft.

00:07:10: und das andere ist, ich schreibe es auf, ja, also es ist ein... Ja, eine schöne Aufgabe, immer so eine halbe Stunde so ein Erfolgsbild oder Zukunftsbild mal einfach wirklich aufzuschreiben, wo ich mir konkret vorstelle, was in der Zukunft sein wird, natürlich in Verbindung mit dem Job, mit dem Studium, um daraus auch Kraft zu schöpfen.

00:07:28: Also die Werte und so ein Erfolgsbild sind also Kraftquellen, sind Ressourcen, die uns zur Verfügung stehen, um durch schwierige Momente besser durchzukommen.

00:07:38: Und das haben wir dann schon auch in der vierten Folge, das nannten wir selbst Motivation mit pantalon, ein amerikanischer Psychologin Arzt, aber das ist ein bisschen zusammengeführt, weil der auch, wie ich finde, eine geniale Art und Weise sechs Fragen formuliert hat, die sowohl das Erfolgsbild als auch die Werte wunderbar mit aufnehmen und ja, die einem auch helfen können, so mal... Dinge anzupacken, die man irgendwie vor sich her schiebt und man weiß, irgendwas muss ich sie machen, aber bitte nicht gerade jetzt.

00:08:07: Also dieser Zustand der Amivalenz.

00:08:11: Erinnerst du dich noch an die erste Frage, die wir da hatten bei Pantalon?

00:08:14: Nein.

00:08:15: Also du bist ja auch noch dabei, sie zu trainieren.

00:08:21: Genau.

00:08:22: Also das ist nämlich die Frage nach den Werten.

00:08:24: Welchen Grund könnte es für mich geben?

00:08:27: Was immer jetzt das konkrete Vorhaben ist, das zu tun.

00:08:30: Im Englischen fand ich, hat er das sehr schön so formuliert, why might you change?

00:08:34: Also welchen Grund könnte es für dich geben, dich zu ändern?

00:08:38: Das heißt, wenn wir ein schwieriges Vorhaben waren, und das ist hier die Frage auch wieder für den Spickzettel, dann ist es oft so, dass wir ambivalent sind.

00:08:47: Also auf der einen Seite gibt es gute Gründe dafür und gute Gründe dagegen.

00:08:51: Und wir Menschen tendieren dazu leider, uns viel zu häufig mit den Hindernissen zu beschäftigen.

00:08:57: Und der Pantolon hat herausgefunden, als er sich da um die alkoholkranken Patienten in der Notfallaufnahme so kümmern sollte, dass es hilft, wenn man sich mit den Gründen dafür mal stärker beschäftigt.

00:09:07: Und deswegen sind seine sechs Fragen, die ihr euch gerne auch nochmal anhören könnt, die Folge, Folge vier Selbstmotivation, sind also eine große Hilfe, mal diese ganzen Gründe dafür sich zu vergegenwärtigen.

00:09:19: Und ich finde die wichtigste Frage ist wirklich, welchen Grund könnte es für mich geben, mich zu ändern?

00:09:26: Das mache ich tatsächlich häufig, wenn wir Dinge einfach schwerfallen und ich bin so, ich würde sagen, guter Kandidat für das Thema Prokrastination.

00:09:34: Mir das einfach darüber, ja, wie soll man sagen, leichter zu machen, anzufangen.

00:09:38: Es geht bei den Pantherlon-Fragen darum, so dir diesen ersten Schritt zu machen.

00:09:42: Also welchen Grund könnte es für mich geben, jetzt eben eine unserer Lernaufgaben, da es tatsächlich zum Beispiel zu machen, in der Vorbereitung fürs Examen, was auch immer.

00:09:51: eine wahnsinnig starke Technik.

00:09:52: untersteckt ihr das wischening thema drin in dieser frage.

00:09:55: das ist die frage vier.

00:09:56: stell dir vor du hättest dich schon verändert.

00:09:59: also stell dir vor du bist schon in der zukunft.

00:10:01: was wären die positiven ergebnisse für dich?

00:10:04: und die fünfte frage war dann warum sind diese wichtig?

00:10:08: das ist wahnsinnig stark und ich würde fast sagen dass alle die sechs fragen eigentlich auf den spick zettel gehören.

00:10:14: also guckt euch das noch mal an Oder hört es euch an, die Fragen, die sollte man tatsächlich regelmäßig trainieren.

00:10:21: Das ist eine wahnsinnige Hilfe.

00:10:23: Ja, und dann in Marajka, finde ich, hatten wir eine ganz tolle Folge, wo wir einfach so Übungen gemacht hatten, so zum Thema Werte.

00:10:31: Wie setzt man das ein mit so Leitsätzen, die man formulieren sollte?

00:10:36: War so ein Vorschlag, ja, mal sich die Werte rauszunehmen.

00:10:38: Auch da, finde ich, war so unglaublich klar, diese Frage, warum ist mir das eigentlich wichtig?

00:10:44: Und dazu mal so ein paar Sätze aufzuschreiben.

00:10:46: Auch da sind Werte, kann man sagen, in der echten Hilfe.

00:10:49: Und ich fand, das ist so eine Brücke zwischen den abstrakten Werten und dem konkreten Tun der Umsetzung im Studium.

00:10:57: Das ist es.

00:10:58: Und das zu machen und tatsächlich auch zu üben, glaube ich, macht es total praxisnah.

00:11:07: Genau.

00:11:07: Und das ist nachher das Entscheidende.

00:11:09: Es soll ja alles, was wir machen, keine theoretische Abhandlung sein, auch wenn alle Methoden wissenschaftlich fundiert sind, sondern es soll ja in der Praxis von euch genutzt werden.

00:11:19: Und da kam dann nochmal das zweite Thema dazu, weil wir Menschen auch unterschiedlich sind.

00:11:24: Du hast gerade gesagt, für dich bedeutet der Umgang mit Sprache sehr viel.

00:11:27: Aber ich weiß, dass es auch viele Studierende gibt, die auch unglaublich visuell denken.

00:11:31: Vielleicht können die auch gut mit Sprache umgehen, aber für die spielen Bilder auch eine große Rolle.

00:11:35: Und da haben wir so diese Technik des Mottoziels mal vorgestellt und dazu auch in der, also auf dem Laufwerk, das wir noch eingerichtet haben, auch so ganz viele Bilder zur Verfügung gestellt.

00:11:48: Die so ein positives Gefühl auslösen sollen und dann über so eine Assoziationstechnik mal gucken was steckt eigentlich dahinter.

00:11:55: Welche Begriffe verbinde ich mit diesem Bild.

00:11:58: Und mein Werten und daraus sollte man so ein Ziel formulieren ist es ein Schnelldurchlauf also.

00:12:04: Aber ich bin mal da bin ich mal wirklich gespannt so auf Erfahrungsbericht auch.

00:12:09: Von Studierenden die so Mottoziel entwickeln.

00:12:12: Ja und dann sind wir eigentlich schon.

00:12:14: das war also.

00:12:15: auch so eine kleine Zwischenfolge mit dem Üben.

00:12:17: Und dann hatten wir die Wub-Technik, das ist ja gerade die letzte Folge vielleicht noch relativ frisch beeinigen von euch, wo es darum ging, ja um so eine mentale Technik zwischen dem Erfolg und dem größten Hindernis, das in uns liegt, immer gedanklich hin und her zu pendeln, also nicht immer, aber so ein paar Minuten kann man das schon machen.

00:12:35: Und dann sich ein Plan zu fassen, mit dem man dieses Hindernis, das in mir selber liegt, idealerweise überbrücken kann.

00:12:45: Ja, und da wollte ich noch mal ein bisschen was zu diesen Vendantenplänen sagen.

00:12:48: Also es gibt ja viele Situationen im Studium, wo man ja wahrscheinlich, soll man sagen, gerne was anderes machen würde.

00:12:55: Was sind so typische Lernzeiten für dich damals gewesen, Mareike?

00:12:58: Lernzeiten?

00:13:00: Ja, wann konntest du am besten lernen?

00:13:02: Ich habe tatsächlich oft abends gelernt zu Hause und war aber gerade in der echten Examsvorbereitung schon früh morgens in der... Stabi in der Staatsbiothek in Hamburg.

00:13:16: und bei mir ging es morgens und abends am besten, zwischendrin war ich oftmals nicht so produktiv.

00:13:24: Und was sind so Verhindernisse aufgetreten, die dir damals in die Quere kommen konnten?

00:13:29: Zuhause gab es Hindernisse, die kennt auch jeder.

00:13:32: Die Waschmaschine der Geschirrspüler, Joggen, also Dinge, bei denen man auch immer sagt, das ist... auch wichtig.

00:13:40: Also sauber machen ist auch wichtig, Sport machen ist ja auch wichtig.

00:13:44: Und in der Stabi war es vor allem mein Lernkumpel Dirk und Kaffee und Schokolade und Seile.

00:13:54: Also wir haben sehr viele Ausreden gefunden.

00:13:57: Es hat bei beiden am Ende gut geklappt, aber wir haben viele Gründe gefunden, warum wir dringend kurz noch was anderes erledigen müssen.

00:14:05: Also natürlich auch so neben Job und sowas, dann muss man doch mal arbeiten.

00:14:08: Ja, es gibt ganz viele Gründe.

00:14:10: Es ist

00:14:10: an Gründen, warum man das nicht durchziehen muss, mangelt es ja nie.

00:14:14: Ja, und jetzt, das heißt, die Zeit, in der man dann wirklich effektiv lernt, die ist vielleicht manchmal knapper, als man es braucht.

00:14:21: Oder wenn man diese Zeit mal nimmt, dann sollte die so effektiv wie möglich genutzt werden wahrscheinlich, oder?

00:14:26: Ja,

00:14:26: ganz genau.

00:14:27: Wenn dann ist es schon gut, dass man wirklich sich dann auch auf das konzentriert, was man in der Zeit eigentlich erreichen möchte.

00:14:34: Ja und da greift ja diese Wub-Technik, die ja auf der einen Seite also so ein Bezug nimmt zu dem bestmöglichen Ergebnis, das ihr erzielen kann, mein größter Wunsch und dieses Hindernis, das ihr mir auftreten kann.

00:14:46: Jetzt würde ich doch lieber gerne Kaffee trinken, aber eigentlich müsste ich ja gerade mal nochmal den Teil hier im Text nochmal zu Ende durcharbeiten.

00:14:56: Und jetzt stehe ich auf einmal da und jetzt hilft diese Wub-Technik.

00:14:59: Und ich hatte gesagt, ich wollte nochmal auf diese Pläne, die man zum Überwinden des Hindernisses formulieren kann, nochmal kurz eingehen.

00:15:06: Weil das Hindernis ist relativ klar, dass es mir auftritt.

00:15:09: Ich würde jetzt viel lieber gerne in Kaffee trinken mit meinem Lernkumpel.

00:15:13: Ziel und Ergebnis ist auch klar.

00:15:14: Ich möchte gut durch die Klausur, ich will gut durch das Examen kommen.

00:15:18: Und das bestmögliche Ergebnis sind natürlich dann vielleicht die Punktzahl, die ich da erreiche.

00:15:24: Vielleicht doch mal ein voll befriedigen zu schaffen, oder?

00:15:26: Ja.

00:15:27: Gutes Ziel.

00:15:29: Ja, und es gibt es quasi verschiedene Arten von Plänen.

00:15:33: Der eine, wenn dann Plan ist, was mache ich, wenn das Hindernis auftritt?

00:15:37: Ja, also wenn der Wunsch auftritt, ein Kaffee zu trinken, stehe ich einmal kurz auf, ja, trink ein Schluck Wasser, setz mich hin und mach weiter.

00:15:44: Sowas kann sein.

00:15:45: Also irgendeine andere Routine, das ist also schon sehr, sehr konkretes Hindernis und dann eben eine ganz konkrete Aktion.

00:15:53: Dann können wir einen plan auch fassen und das ist so ein bisschen so.

00:15:56: ein vermeidungsplan ist eine weiß überwinden plan.

00:15:58: also was tue ich um das hindernis zu überwinden?

00:16:00: das andere wäre natürlich was kann ich tun um überhaupt ja dieses hindernis zu verhindern.

00:16:08: Ja, wenn ich wenn ich in die Stabi gehe, dann suche ich mir einen Platz, wo ich möglichst alleine sitze oder ich mache den anderen deutlich, dass ich nicht gestört werden möchte oder so.

00:16:17: Also, dass jetzt auch mein Lernkumpel weiß, okay, heute spreche ich Marajke, besser mal nicht an.

00:16:22: Ja, die ist jetzt konzentriert dabei.

00:16:24: Dann wird dieses Hindernis, diese Versuchung, die vielleicht auftauchen könnte, verhindert.

00:16:30: Und das ist so ein, ja, man könnte sagen, vermeidensplan.

00:16:34: Das ist, finde ich, auch ein sehr starkes Instrument oder ein starker Plan hier, zu verhindern, dass das Hindernis auftritt.

00:16:43: Da kommen wir übrigens in unseren Gewohnheiten.

00:16:45: Das ist der dritte große Block in unserem Training.

00:16:47: noch mal dazu.

00:16:48: Man weiß nämlich, dass Menschen ihre Gewohnheiten, also ein kleiner Vorgriff, am besten verändern können, wenn sie ihren Kontext verändern.

00:16:56: Also, wenn ich verhindern möchte, dass bestimmte Gewohnheiten wie, was weiß ich, in meiner Stabi zu einer bestimmten Uhrzeit trinke ich mein Kaffee.

00:17:05: dann wäre es gut diesen Kontext irgendwie zu verändern, andere Zeiten zu wählen oder mich soweit hinzusetzen, dass es zum Kaffee viel zu weit ist, ja, dass in diesem Moment so mühsam wäre, was auch immer, also den Kontext zu verändern.

00:17:18: Und das passt hier sehr gut zu dem Sinn, wenn dann einen Plan, also einen Vermeidensplan.

00:17:24: Und das bedeutet, das ist nämlich für uns Menschen oft viel schwerer, dass Hindernis, wenn es denn bereits aufgetreten ist, zu überwinden, viel leichter ist es für uns, überhaupt die Situation zu vermeiden, wo das hier nennens auftreten kann.

00:17:39: Und sagt auch, dass dieser Anfangswiderstand, den zu überwinden, das ist oft viel schwer, also, da wir sagen, wenn die Versuche schon da ist, als dem Ganzen aus dem Weg zu gehen.

00:17:49: Ist das für dich so nachvollziehbar, Marika?

00:17:51: Das ist

00:17:51: total, finde ich, total verständlich, ja.

00:17:54: Also, ich hatte nämlich, das weiß ich noch von früher als ich in Büro in Hamburg hatte, mit einem Freund zusammen auf dem Weg zum Büro.

00:18:00: Leider immer bin ich beim Bäcker vorbeigekommen und haben mir Franz Brötchen gekauft.

00:18:04: Haben wir auch immer eins mitgebracht.

00:18:06: Das war meine inneren Entschuldigung.

00:18:07: Wir machen das ja zusammen.

00:18:09: Das war zwar nett, aber letztendlich nicht der Gesundheit und einem anderen unbedingt förderlich.

00:18:14: Und um mir das abzugewöhnen, habe ich tatsächlich morgens einen anderen Weg zum Büro genommen.

00:18:19: Ich bin einfach nicht mal in den Bäcker vorbeigegangen.

00:18:20: Das mir viel leichter gefallen, als dran vorbeigehen und sagen, nee, heute mal keinen Franz Brötchen.

00:18:27: Und das steckt also hinter dieser zweiten Variante des Vendantplans.

00:18:33: Also versuch das einfach mal und so wie wir das in der letzten Folge schon gesagt haben mit der Wugtechnik, macht das schriftlich.

00:18:39: Und das ist auch etwas, was der Peter Gollwitzer, der sich mit diesen Vendantplänen oder auf Englisch den Implementation Intentions beschäftigt hat.

00:18:47: herausgefunden hat.

00:18:49: Es ist gut diesen Vendantplan zu formulieren.

00:18:51: Das muss man nur einmal machen.

00:18:52: Also die muss man sich nicht immer wieder vorstellen.

00:18:55: Aber es ist gut, wenn der vielleicht irgendwo hängt oder irgendwo liegt an meinem Arbeitsplatz und ich den immer mal wieder so sehe wie so eine Art kleine Erinnerung.

00:19:02: Und das reicht schon aus.

00:19:03: Da arbeitet tatsächlich das Unterbewusste oder das Unbewusste.

00:19:06: Es gibt verschiedene Begriffe, die Psychologen verwenden.

00:19:08: Ganz gut für uns.

00:19:10: Das ist nämlich immer, wenn der Auslöser auftritt.

00:19:13: Unser Gehirn sich quasi automatisch an diese Vendantalternative erinnert und sie fast automatisch abruft.

00:19:23: Das ist das Faszinierende an diesen Vendantenplänen.

00:19:25: Wenn ich also einen konkreten Auslöser, und das ist wichtig, muss ein konkrete Auslöser sein, verknüpfe mit einer alternativen Handlung, dann ist unser Gehirn bereit, diese Art von Abkürzung zu nehmen.

00:19:37: Wir werden das im Bereich Gewohnheiten vertiefen, also ihr müsst das jetzt gar nicht so tief durchdringen, sondern einfach mal ausprobieren und werdet feststellen, wie wahnsinnig stark diese Vendantpläne wirken.

00:19:49: Für alle übrigens, die das interessiert, findet ihr auch in unserer WhatsApp-Gruppe oder dann auch auf unserem Google Drive dazu nochmal so ein, zwei ganz interessante Texte und Studien, aber das müsst ihr wie gesagt nicht lesen, probiert es einfach raus.

00:20:04: Ja, ich bin gespannt, Marike, was die dazu sagen werden.

00:20:06: Ich

00:20:07: bin auch richtig gespannt, ja.

00:20:09: Ja, sehr schön.

00:20:10: Und damit sind wir am Ende dieses ersten Teils.

00:20:13: Also wir haben einige Instrumente und vielleicht noch zwei, drei Bemerkungen ganz kurz.

00:20:17: Wie geht ihr damit am besten um?

00:20:19: Ihr müsst jetzt nicht dem Podcast so hören, dass ihr nach einer Woche, egal wie weit ihr seid, automatisch die nächste Folge hört.

00:20:25: Ihr könnt natürlich gerne raushören, aber geht noch mal zurück in die Folgen.

00:20:30: nehmt euch die Trainingsaufgaben vor, arbeitet idealerweise schriftlich und nehmt die Zeit, die ihr braucht.

00:20:37: Und wenn eine neue Folge kommt, heißt das nicht, dass ihr die alten Aufgaben nicht mehr machen müsst.

00:20:41: Also das Dankbarkeits-Tagebuch zum Beispiel aus unserer ersten Folge, der Startfolge, wo wir alles mal vorgestellt haben, das könnt ihr beliebig lange machen.

00:20:49: Das kann man sein Leben lang machen.

00:20:51: Das kann man das ganze Studium übermachen.

00:20:53: Die Werte, das hört ihr nicht nach der zweiten Folge auf.

00:20:56: Damit beschäftigt sie über Marike dich ja heute immer noch.

00:20:58: Ganz genau, ja.

00:20:59: Also, das sind Instrumente, die, ja, kann man sagen, nicht unbedingt so Instrumente wie so eine Methode sind, sondern häufig sind es bestimmte Denkweisen, die dahinter stehen.

00:21:10: Und die zu verinnerlichen, das dauert halt etwas Zeit, das dauert Training, aber dann habt ihr da etwas, auf das ihr euer Leben lang auch in anderen Situationen als im Studium zurückgreifen könnt.

00:21:22: Ja, und ich würde sagen, da machen wir ungebrochen weiter.

00:21:24: In der nächsten Folge kommt Oliver ein bisschen mehr ins Spiel.

00:21:28: der uns da sein Modell vorstellen wird.

00:21:30: Ich

00:21:30: freue mich sehr drauf, ja.

00:21:31: Ja, also da freue ich mich auch schon drauf, dass ich weiß, ich kenne ihn ja schon ein bisschen länger, das ist immer großartig, wie er das erzählt.

00:21:38: Vielen Dank, liebe Marike, du bist ja auch immer weiter dabei in den nächsten Folgen und wir machen das in unterschiedlicher Besetzung.

00:21:45: Vielen, vielen Dank, das ist großartig und ich freue mich sehr auf die nächsten Folgen mit euch und mit dir, liebe Marike, bis dahin viel Erfolg beim Training.

00:21:52: Tschüss.

00:21:53: Tschüss.

00:21:56: Das war unser Podcast Jura Mental.

00:21:59: Der Podcast ist Teil eines größeren Trainingsprogramms.

00:22:02: Dazu gehört noch eine WhatsApp-Gruppe, den Link findet ihr in den Show-Notes und weitere Trainingsinhalte.

00:22:08: Dieses Training wird immer kostenlos für euch bleiben, deswegen teilt den Podcast mit allen, die davon profitieren können und kommt in die WhatsApp-Gruppe.

00:22:16: Ich freue mich, euch dort mal persönlich kennenzulernen.

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