#8: Mental stark durchs Jurastudium – Start in Staffel 2

Shownotes

JuraMental startet ins neue Jahr und in einer neue Staffel: Mental-Trainer Stephan Kowalski und Diplom-Psychologe Dr. Oliver Korn sprechen über mentale Fertigkeiten, wie sie deinen Alltag bestimmen und auch verbessern können. Dieses Mal geht es um die metakognitive Theorie, die Kraft der Gedanken, unser automatisches Innenleben und darum, wie Trigger Verhaltensweisen auslösen. Wie können wir mit den eigenen Gedanken so umgehen, dass sie uns dabei unterstützen, das Leben zu leben, das wir führen möchten. Und damit auch das Studium zu meistern, entsprechend deiner eigenen Werte. Hör gerne rein!

Diese Folge beinhaltet: BASISWISSEN > Mentale Fertigkeiten > Das Modell

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Zu den einzelnen Übungen, Hintergrundinfos und der Bilddatenbank zu dieser Folge geht es hier:

Deine JuraMental-Trainingsgruppe auf WhatsApp!Dieser Podcast bietet das perfekte mentale Programm für Dich. Aber, du kennst das sicher von Fitness, aus dem Gym oder vom Sport: Entwicklung und spürbare Veränderungen brauche regelmäßige Trainingseinheiten.

Zum erfolgreichen Mental-Training und Deep Dive haben wir daher begleitend eine geschlossene JuraMental-Trainingsgruppe auf WhatsApp eingerichtet: Dort stellen wir alle Materialien, Studien, Hintergrundinfos, Lernvideos, Tipps und Tools ein. Natürlich auch alles, was in der aktuellen Podcast-Folge erwähnt wird. Deine Anmeldung erfolgt ganz einfach über diesen Link: https://chat.whatsapp.com/ElLNFAcSHWEL9mrSZxsM8a Und das ist uns wichtig: Die Nutzung des Podcasts und der Gruppe sind und bleiben garantiert kostenfrei!Selbstverständlich ist die Gruppe auch ideal zum Austausch untereinander sowie zum direkten Kontakt mit den JuraMental-Trainern – bei Fragen, Feedback, Themenwünschen etc.Sei dabei! 

JuraMental – das sind wir:

Stephan Kowalski, Inhaber der Kulturgut Beratung und Training GmbH https://www.kulturgut.training/

Dr. Mareike Bechtler, Fachanwältin für Medizinrecht, Wirtschaftsmediatorin und Mitglied in der Prüfungskommission für das zweite Staatsexamen https://hfbp.de/team/dr-mareike-bechtler https://www.linkedin.com/in/dr-mareike-bechtler-021a49190/?originalSubdomain=de

Dr. Oliver Korn, Dipl.-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut https://www.korn-psychotherapie.de/ und Autor des Buchs: Sorgenlos und grübelfrei. https://www.beltz.de/fachmedien/psychologie/produkte/details/52062-sorgenlos-und-gruebelfrei.html

Das Trainingsprogramm JuraMental wurde mit der Bundesforschungszulage ausgezeichnet: www.bescheinigung-forschungszulage.de

Dieser Podcast JuraMental ist eine Produktion von STUDIO VENEZIA – the podcast company: https://www.studiovenezia.de/

Transkript anzeigen

00:00:00:

00:00:02: Hier ist Jura Metall.

00:00:03: Das ist euer Podcast, liebe Jura-Studierende, wenn ihr mental stark durch Studium kommen wollt.

00:00:08: Und das ist gerade bei Jura keine einfache Aufgabe.

00:00:12: Die ungewohnte Denkweise, die schwierige Vorbereitung, die harten Examen, das ist wirklich eine Höchstleistung, da seid ihr mental voll gefragt.

00:00:21: Und in diesem Podcast lernt ihr Instrumente und Dinge kennen, von denen ihr noch gar nicht wusste, dass ihr sie trainieren könnt.

00:00:28: und ihr werdet damit besser durch Studium kommen.

00:00:30: Viel Spaß und ich freue mich, dass ihr dabei seid.

00:00:38: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge vom Podcast Jura Mental.

00:00:42: Das ist euer Podcast für mehr mentale Stärke im Jura-Studium.

00:00:45: Ich bin Stefan Kowalski und heute zusammen mit meinem Freund und Kollegen Oliver.

00:00:49: Hallo Oliver.

00:00:50: Hallo Stefan.

00:00:51: Ja, du bist jetzt an der Reihe, könnte man sagen.

00:00:54: Wir haben die ersten Folgen über das Thema Motivation und Werte gesprochen.

00:00:58: Das war der Teil eins.

00:01:00: Und wir starten jetzt mit dem Teil zwei.

00:01:02: Und wir haben den mal überschrieben, mentale Fertigkeiten.

00:01:07: Was, was meint das eigentlich?

00:01:08: Noch mal so ganz kurze Wiederholung.

00:01:10: Wir haben es in der Startfolge ja schon mal so ganz kurz erläutert.

00:01:13: Naja, letztendlich.

00:01:15: verbergen sich denn der Fähigkeiten, könnte man sagen, wie wir mit dem umgehen, was eigentlich zu einem großen Teil unser Wohlbefinden ausmacht, nämlich die Welt, unser Gedanken, unsere Emotionen, unsere Vorstellungen.

00:01:26: Und da gibt es halt unterschiedliche Arten und Weisen, wie wir als Menschen mit diesem wirklich wichtigen Bereich für unser Wohlbefinden letztendlich umgehen.

00:01:35: Und von mentalen Fertigkeiten sprechen wir dann, wenn diese eben günstig und hilfreich sind, mich wohl zu fühlen, gesund zu bleiben und das Leben zu leben, was ich leben möchte.

00:01:45: Jetzt stellt sich vielleicht der eine oder andere die Frage, was befähre ich gerade dich darüber zu sprechen?

00:01:48: Wir haben dich in der ersten Folge schon mal vorgestellt, aber sag noch mal zwei der Worte, denn du bist ja nicht nur psychologischer Psychotherapeut, sondern du bist ja auch Ausbilder.

00:01:57: Ja, genau.

00:01:57: Ich bin jetzt erst mal wieder abgetaucht in den letzten Folgen und ich habe es damals, glaube ich, auch erzählt.

00:02:03: und sollen jetzt alle keinen Schreck kriegen.

00:02:05: So die meiste Zeit beruflich verbringe ich als psychologischer Psychotherapeut und habe dort einen besonderen Schwerpunkt.

00:02:11: Das ist die Metacognitive Therapie, so nennt sich das.

00:02:14: Das ist unter dem Dach der Verhaltenstherapie eine der modernen, eher noch in Deutschland etwas unbekannteren Richtungen.

00:02:23: Ein unglaublich schöner Ansatz, wenn man mich fragt, weil er sehr schlank, sehr pragmatisch und tatsächlich auch für jeder Mann, für jede Frau nutzbar ist.

00:02:33: Also es muss mir nicht erst schlecht gehen, um diese Dinge spannend und hilfreich zu finden, sondern ich kann das auch so einsetzen permanent.

00:02:40: um einfach gut durch mein Lebensalltag zu kommen.

00:02:42: Und das ist etwas, was mich persönlich gut abholt, begeistert und was ich dann eben in den verschiedenen Kontexten versuche, weiterzugeben.

00:02:50: Okay, also es ist etwas, was nicht nur für Menschen, die schon so psychisch krank sind, dass sie an dem Leben vielleicht gar nicht mehr richtig teilnehmen können, wertvoll ist, sondern eben auch wirklich für jeden, gerade eben auch für Jurastudierende, weil da ja der psychische Druck oft als wahnsinnig stark empfunden wird.

00:03:08: Und diese Fähigkeiten sollen euch, liebe Juristudierende, in die Lage versetzen, damit besser ein Umgang zu finden.

00:03:16: Exakt.

00:03:17: Also das ist tatsächlich, glaube ich, Kontexte, in denen das Leben schwierig wird, in dem es belastend und eng ist, die gibt es ja Unzählige.

00:03:25: Für mich damals, ehrlich gesagt, war das als ein ganz junger Kollege in einem psychiatrischen Krankenhaus.

00:03:31: Da habe ich dort viele Dinge erlebt, die ... Neu waren, wenn man das jetzt mal neutral formuliert und ehrlicherweise auch schwierig waren, belastend waren, die mich auch in der Folge noch sehr beschäftigt haben, die ich manchmal mit nach Hause in den Schlaf genommen habe und morgens schon vom Weckerklingeln wach war und dann waren diese Dinge wieder da.

00:03:52: Das war so mein Kontext, wo ich mir damals sehr gewünscht hätte, so ein Handwerkszeug schon zu kennen, denn das hätte ich wirklich gut gebrauchen und gut benutzen können.

00:04:00: Und so ist natürlich das Jurastad Studium auch herausfordernd.

00:04:04: Ich habe zumindest einen sehr guten alten Freund, der Jurist geworden ist.

00:04:09: Und das weiß ich noch aus der Zeit des Studiums damals, dass der oft viel zu tun hatte, viel zu lernen hatte.

00:04:14: Wahnsinnsaufwand, eine große, nervliche Anspannung.

00:04:17: Das sind zumindest Dinge, die ich noch erinnere, wenn es jetzt schon ein bisschen länger her ist.

00:04:22: Ehrlich, ich

00:04:23: habe es nicht gut gehalten, wenn ich das so sagen darf, für alle, die die jetzt nicht sehen können.

00:04:27: Ja.

00:04:28: Und wir wollen heute in dieser Folge so ein ganz kleines bisschen Hintergrundwissen, die fand zu diesem Modell der metacognitiven Therapie, die jetzt Grundlage ist für die mentalen Fertigkeiten, die wir trainieren wollen.

00:04:41: Es soll heute natürlich auch eine kleine Übung geben, das wird es in jeder Folge ja immer, eine Übung, ein Instrument, etwas, was ihr wirklich trainieren könnt.

00:04:48: Aber heute wollen wir mal ein bisschen Hintergrundwissen.

00:04:52: vermitteln, weil es ja offensichtlich jetzt auch interessante Studien oder zumindest eine gibt, die du von der du auch mal wieder berichtest, dass Studierende mit Hilfe dieser Techniken tatsächlich einen echten Vortritt erzielt haben.

00:05:05: Ja genau, das ist also etwas, das finde ich auch schön, denn wenn ich jetzt sage, Mensch, ich habe den Eindruck, das kann jeder Mann, jede Frau gut benutzen, ja, dann ist das ja jetzt erstmal meinen Eindruck.

00:05:15: Tatsächlich gibt es aber zu einzelnen zentralen Techniken, breite Wissenschaft, das ist also ein wirklich empirisch sehr, sehr gut aufgestellter, sehr fundierter Ansatz.

00:05:25: Und eine unserer Techniken, das stellen wir euch später dann vor, das Aufmerksamkeitstraining, das ist tatsächlich mal getestet worden an Studentinnen und Studenten, wo es darum ging, wie stark ist das Erleben von Stress in dieser probanten Gruppe letztendlich.

00:05:42: und man hat dann diese Technik, die nur zehn Minuten täglich benötigt, vier Wochen üben lassen in der einen Gruppe, die andere Gruppe hat das nicht getan und es hat tatsächlich einen starken Effekt gegeben.

00:05:54: Also für die Statistiker vielleicht eine Effektgröße von eins, zwei ist wirklich ein sehr starker Effekt in der Reduktion des erlebten Stresses in der Gruppe, die sich diese zehn Minuten genommen hat.

00:06:05: Das ist wirklich super und das ist natürlich Ganz nah dran, vermutlich an dem, was jetzt auch unsere Hörerinnen und Hörer erleben, jeden Tag in der Uni.

00:06:14: Das war jetzt ein kleiner Cliffhänger, weil das werden wir heute noch nicht in dieser Folge machen, aber in einer der nächsten werden wir das ATT, das glaube ich die Abkürzung dafür für diese Art von Aufmerksamkeitstraining, auf jeden Fall mal ausführlich erklären, so dass ihr das eben auch dann trainieren könnt.

00:06:29: Aber jetzt vielleicht einmal ganz kurz zu diesem Modell.

00:06:33: Was ist so der Kern des metakognitiven Modells?

00:06:36: Also, es soll jetzt nicht wahnsinnig, natürlich.

00:06:38: Wir wollen keine wissenschaftliche Diskussion führen.

00:06:40: Aber trotzdem, wie würdest du das so in wenigen Worten beschreiben?

00:06:44: Du, da brauchen wir auch tatsächlich gar nicht viele Worte.

00:06:46: Das ist ein sehr schlankes Modell, was sich die Frage stellt, wie regulieren wir uns als Menschen mental selbst?

00:06:52: Was passiert, wenn es uns schlechter geht, als es eigentlich müsste?

00:06:57: Und natürlich kann man sich auch fragen, was ergibt sich daraus, wenn ich mir wünsche, dass es mir gut geht und dass ich leistungsfähig bin.

00:07:02: Und dieses Modell hat einige zentrale Behauptungen, die es aufstellt.

00:07:06: Dazu gehört zum einen, dass wir alle, wir nennen das immer gerne, wir beiden jetzt automatisches Inleben besitzen.

00:07:13: Ja, und das meint, dass wenn wir als Menschen durchs Leben gehen, dass permanent unser Gehirn quasi mitarbeitet und uns permanent und permanent mein Tausende, vielleicht sogar Zehntausende Male am Tag, völlig ungefragt mit.

00:07:26: spontan auftretenden Gedanken versorgt, mit Erinnerungen, mit Vorstellungen und manchmal eben auch mit Emotionen, die dann dazugehören.

00:07:34: Das ist also ein automatischer Mechanismus, der genauso zu uns Menschen dazugehört wie, was es sich, eine atmende Lunge, ein schlagendes Herz.

00:07:43: Unser Gehirn produziert permanent tausende Male am Tag mentale Phänomene wie Gedanken, Emotionen und innere Bilder.

00:07:51: Ja, was ich dabei so interessant finde, du hast ja schon dem Begriff automatisches Inleben verwendet, das läuft automatisch ab und lässt sich von außen, also von uns auch selber, nur ja relativ schwer so verändern.

00:08:03: Also jemand zu sagen, das darfst du nicht denken oder du solltest keine Angst haben oder so, das ist halt schwierig.

00:08:08: Also das ist eine Ebene, da tummeln sich eine ganze Reihe von Phänomenen, da sind natürlich Dinge dabei.

00:08:14: Für die sind wir dankbar, das finden wir super.

00:08:16: Aber auch eben die Dinge, die du gerade ansprichst, die wir eigentlich gar nicht haben möchten.

00:08:20: Ja, damit wir uns unwohl fühlen, wenn wir uns an Dinge erinnern, die wir eigentlich lieber vergessen möchten.

00:08:26: Wenn wir eine Vorstellung haben an das, was dort auf uns zukommt und die ist eher gruselig als angenehm, da gibt es eine Haufen, da gibt es haufenweise Phänomene, die wir als Mensch eigentlich nicht haben wollen.

00:08:37: Und die schlechte Nachricht ist, wichtig ist erstmal, diese Ebene gibt es.

00:08:42: Die lässt sich jetzt auch nicht wegdiskutieren oder einfach wegzaubern.

00:08:45: Die gute Nachricht ist, man kann völlig unterschiedlich mit dieser Ebene umgehen und hat darüber dann indirekt auch wiederum Einfluss darauf, wie sich dieses automatische Innenleben in der Zukunft gestaltet und entwickelt.

00:08:57: Und das ist sehr, sehr positiv und da gibt es mehr Möglichkeiten, als man möglicherweise dann denkt.

00:09:02: Okay, also der eine Teil des Modells sagt, also es gibt dieses automatische Inleben, das lässt sich nicht ohne weiteres verändern.

00:09:09: Und jetzt, das fand ich jetzt wahnsinnig spannend, sagt ja die metakognitive Therapie, soweit ich das verstanden habe, dass es auch gar nicht notwendig ist, den Inhalt dieser Gedanken zu verändern, was man ja durchaus sonst in der Verhaltenstherapie oft versucht hat, sondern dass es dann anderen Umgang mitgeben könnte.

00:09:25: Richtig, also wir verstehen das anders, ja, also wir sind ... Eine Weiterentwicklung der kognitiven Arbeit könnte man sagen, unser Blick ist anders.

00:09:35: Für uns ist das, was auf dieser Ebene des automatischen Innenlebens passiert, ein Angebot unseres Gehirns.

00:09:41: Man könnte sagen, unser Gehirn macht uns Tausende Angebote am Tag immer mit dem Ziel, etwas für uns und unser Leben Wichtiges und Bedeutsames in dem Moment in uns, ich sage jetzt mal so, aufploppen zu lassen.

00:09:55: Da kann man manchmal ganz schön sehen, warum bestimmte Gedanken und Gefühle entstehen.

00:10:00: Da gibt es manchmal einen klaren Bezug in die Lebensgeschichte einer Person.

00:10:03: Da kann man ganz klar verstehen, naja Mensch, wenn man bedenkt, was jemand dort erlebt hat, dann ist das der absolut logische Gedanke.

00:10:09: Selbst dann, wenn er mir jetzt gerade nicht hilft zum Beispiel.

00:10:12: Manchmal lässt sich das gut sehen.

00:10:14: Manchmal ist es auch ganz wunderbar, dass es diese Ebene gibt.

00:10:17: Es ist genau der richtige Gedanke zur rechten Zeit.

00:10:20: Kreative Ideen, tolle Einfälle, die kommen manchmal wie aus dem Nichts.

00:10:24: Ja, das ist auch automatisches Innenleben.

00:10:27: Add-its, wie sagt man, Add-its best.

00:10:29: Das, wo wir es eigentlich für gut gebrauchen können.

00:10:33: Und da gibt es eine ganze Fülle von Phänomenen, wo wir froh sind, dass wir diese Ebene haben.

00:10:38: Dann gibt es vieles dazwischen, rechte Triviale, langweile, bedeutungslose Dinge.

00:10:43: Und es scheint auch dort einen Teil von Gedanken und Impulsen zu geben, die manchmal einfach nur, sagen wir mal, so ein bisschen bizarr und schräg sind.

00:10:51: Auch davon sollte man sich nicht durcheinander bringen lassen.

00:10:54: Also viele haben zum Beispiel schon mal, wenn sie schnell auf der Autobahn fahren, gedacht, oh, jetzt nach links das Steuer verreisen und dann kracht's dort vorne am Brückenpfeiler oder so.

00:11:05: Manche berichten, wenn sie oben auf einem Turm stehen, auf dem Hamburger Michel und am Geländer stehen, so jetzt noch ein Stück weiter nach vorne und dann, dann falle ich oder so, also so etwas merkwürdige Dinge, genauso wie es manchmal sehr aggressive, sehr extreme Gedanken und Impulse geben kann.

00:11:21: Auch das scheint zur Arbeit unseres Gehirns irgendwie dazu zu gehören, das brauchen wir uns aber nicht beunruhigen, das ist normal, spricht halt nur keiner drüber.

00:11:27: Also es ist eine Fülle von so einem Bunterstrauß an Phänomenen, für die wir manchmal dankbar sind.

00:11:33: und die wir manchmal gerne einfach nicht hätten.

00:11:35: Okay, das ist also für sich genommen noch gar nicht das Problem.

00:11:39: Also das heißt, wir haben auch, wir sagen mal, ungünstige Impulse, Gedanken, Emotionen, was immer es ist, sondern es ist eher die Schwierigkeit, wenn wir uns zu lange damit beschäftigen, oder?

00:11:51: Genau, es gibt jetzt ein paar Dinge, auf die man gucken kann, wenn wir uns die Frage stellen, was machen wir als Menschen eigentlich mit dieser Ebene, die uns ja so inne wohnt und die Tausende, vielleicht sogar Zehntausende Maler aktiv ist, also wie reagieren Menschen darauf?

00:12:04: Und da gibt es ein paar zentrale Punkte.

00:12:06: Das eine ist das, was du gerade gesagt hast, wie reagieren wir überhaupt drauf und wenn ja wie.

00:12:12: Und das sozusagen mein Blick immer.

00:12:15: auf unsere Fertigkeiten zu schauen.

00:12:17: Das heißt, wenn sich jetzt in diesem Moment bei dir, bei mir oder auch bei unseren Hörerinnen und Hörern ein Gedanke meldet, dann können wir unterschiedlich darauf reagieren.

00:12:25: Ja, also wir können zum Beispiel eine unserer wunderbaren Fertigkeiten benutzen, uns mit diesem Gedanken intensiver gedanklich zu beschäftigen.

00:12:34: Ja, wir können darüber nachdenken.

00:12:36: Und wenn wir das auf eine gute Art und Weise machen, kommt am Ende ein gescheites Ergebnis heraus.

00:12:41: und oder wir fühlen uns wohl und man könnte sagen, hey, Das ist Zeit, die hat sich gelohnt.

00:12:46: Gut, dass ich das gemacht habe.

00:12:47: Also das heißt, es gibt so einen initialen Gedanken.

00:12:51: Wir nennen das ja ein Trigger.

00:12:53: Exakt,

00:12:53: ja.

00:12:54: Und der ist jetzt erstmal da.

00:12:56: Das ist Teil des automatischen Inlems.

00:12:58: Und jetzt fange ich an, darüber nachzudenken.

00:13:00: Also ich habe beides mal, das sind ja Gedanken.

00:13:02: Aber das eine Mal ist es so was Automatisches und das zweite Mal ist das jetzt gewollt oder ungewollt.

00:13:08: Du hast gesagt, das ist eine Fertigkeit.

00:13:10: Genau.

00:13:10: Also da an der Stelle ist der... diese Metacognitive Theorie sehr klar.

00:13:15: Das war eine der ersten Dinge, wo man versucht hat, wissenschaftlich herauszufinden, stimmt dieser Annahme eigentlich?

00:13:21: Es gibt etwas Automatisches und dann gibt es eine Fertigkeit, die eine aktive, wenn auch häufig unbewusst gewählte Strategie darstellt.

00:13:30: Und davon gehen wir fest aus.

00:13:32: und damit ist diese Frage, denke ich etwas weiter oder nicht, nicht etwas, wo wir die Schulter zucken müssen und sagen, tja, so bin ich halt, sondern ich habe die Möglichkeit, diese Strategie für mich zu beeinflussen, sie anders zu benutzen, sollte ich das wollen.

00:13:47: Und das ist eine wunderbare Geschichte, weil dann wird das ein richtig gutes Handwerkszeug, selbst in den Momenten, wo es das vielleicht jetzt noch nicht darstellt.

00:13:55: Also es könnte so ein Initialgedanken geben, wie heute habe ich einfach keinen Bock zu lernen.

00:14:01: Ja, und dann fängt meine Beschäftigung an.

00:14:03: Was bin ich nur für ein Loser und menschstrenge dich doch mal an?

00:14:06: oder auch.

00:14:06: ne, eigentlich wäre es auch mal schön, was anderes zu machen oder was auch immer so was dann, ja?

00:14:10: Ja, das ist witzig.

00:14:10: Ich muss dem lachen, weil ich hatte so einen ähnlichen Gedankenkopf.

00:14:13: Ich hatte sowas wie auch das Christi ähnlichen Kopf oder so.

00:14:15: Und das hatte doch eine gewisse Parallele, genau.

00:14:18: Also wenn sich sowas meldet, dann kann ich natürlich auf eine unglückliche Art und Weise gedanklich da hineinrutschen, mich fragen, warum und wieso, was ist los mit mir, was stimmt mit mir nicht.

00:14:27: und war das nicht eigentlich immer so?

00:14:28: und vielleicht bin ich einfach ungeeignet auch für so ein schwieriges Studium und und und.

00:14:32: Da könnte man sagen, da gibt es Dinge, die sind menschlich, aber die machen meine Situation nicht leichter, sondern noch schwerer als sie eh schon ist.

00:14:40: Also dieser Studiengang ist herausfordernd und das ist sowieso eine sehr schwierige Zeit mit ganz besonders schwierigen Phasen, zumindest aus dem, was ich weiß, was Studenten so erzählen.

00:14:50: Und dann... unser mentales Handwerkszeug, unsere Fertigkeiten auch ungünstig benutzen.

00:14:56: Das ist eigentlich etwas, wenn es irgendwie geht, sollten wir das vermeiden, sondern sollten günstige Wege wählen können.

00:15:03: Und eben die Fähigkeit, sich Gedanken zu machen, ist eigentlich dafür da, dass wir besser durchs Leben kommen und dass es sich lohnt, wenn wir uns denn schon Gedanken machen.

00:15:11: Okay, also das ist die erste Fertigkeit.

00:15:13: Es gibt ja insgesamt drei.

00:15:15: Und wir werden in unserem Podcast Instrumente, Übungen und Möglichkeiten vorstellen.

00:15:21: Ja, damit bewusster umzugehen.

00:15:23: Du hast ja gesagt, das passiert häufig unbewusst.

00:15:26: Auch dieser Übergang von meinem initialen Gedanken und der aktiven Bewältigung, also dem Nachdenken über diesen Gedanken, wird oft gar nicht so als etwas Getrenntes wahrgenommen, sondern es geht zueinander über.

00:15:38: Genau, das sind halt Dinge, die laufen halt sehr, sehr automatisiert.

00:15:41: Also wenn wir jetzt an mich denken, dann habe ich eine Art und Weise, diese Fähigkeit mir Gedanken zu machen, zu benutzen.

00:15:48: Das mache ich seit Jahrzehnten so.

00:15:50: Und zwar jeden Tag.

00:15:52: Und das ist halt sehr, sehr eingeschliffen, auf welche Themen wir anspringen, auf welche nicht, was vielleicht bestimmte gedankliche Muster sind.

00:15:59: Und da gibt es halt günstige Muster.

00:16:02: Es gibt halt eben ungünstige Muster.

00:16:04: Du hast eben so ein kleines, so ein Mini-Beispiel angesprochen, wie ein Gedankengang aussehen könnte, sich anhören könnte, den wir als Fachterminus, dein Grübel nennen.

00:16:15: Auch das Sorgen machen ist zum Beispiel so ein ein ungünstiger gedanklicher Prozess.

00:16:20: Jeder Mensch hat das beides mal, aber man kann schon sagen als Grundregel, je seltener und je weniger ausgeprägt, desto besser.

00:16:29: Okay, da kommen wir noch mal zu.

00:16:30: Wir wollen heute ja erstmal so versuchen, einen kleinen Überblick zu verschaffen.

00:16:33: Also wir haben das automatische Innenleben.

00:16:36: Das ist die Initialzündung, ein Träger und darauf reagieren wir.

00:16:39: Eine der Fertigkeiten, die wir anwenden, meist im Unbewusst, ist das Nachdenken.

00:16:43: Was ist so eine zweite Fertigkeit noch?

00:16:45: Eine zweite Fertigkeit ist die Frage, wie benutzen wir eigentlich die Fähigkeit, dass wir unsere Aufmerksamkeit steuern können?

00:16:52: Ja, das heißt, wenn ich zum Beispiel am Schreibtisch sitze und es meldet sich die innere Stimme automatisch und sagt, boah, ich habe keinen Bock, heute kriege ich sowieso nichts hin oder heute kriege ich sowieso nichts im Kopf, dann kann ich natürlich dort sitzen bleiben und kann Wenn ich das ungünstig mache, meine Aufmerksamkeit benutze und vom Scheitel bis zur Sohle, mich danach absuchen, dass heute echt ein mieser Tag ist, dass ich mich wirklich nicht wohlfühle, dass ich völlig kraft- und energielos bin und dass ich es wirklich gar nicht erst versuchen muss.

00:17:22: Ist das so?

00:17:23: was?

00:17:23: wie, da ist bei die einen sagen das Glas ist halb voll, die anderen sagen das ist halb leer, worauf achte ich?

00:17:28: Also es ist, also das worauf achte ich, das ist es tatsächlich.

00:17:34: Und wenn ich natürlich nach... dann auch noch nach Anzeigen dafür suche, dass das irgendwie heute nicht mein Tag ist.

00:17:41: Denn steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ich dann vielleicht wirklich auch die Sachen zur Seite lege und sage, komm, geh auf den Weihnachtsmarkt, trinken Glühwein, der jetzt gerade draußen vor der Tür ist, was einem dann so einfällt und lass es mit dem Lernen, das ist verspendete Zeit.

00:17:54: Oder wenn ich in der Bibliothek sitze und ich habe irgendwie Schwierigkeiten an dem Tag, mir den Stoff zu merken, wenn ich dann mich nur umschauern und meine Kommilitonen und Kommilitonen ansehe, und nur nach Anzeichensuche, dass die aber alle super top fit sind und ganz entspannte Gesichtszüge haben.

00:18:11: Die sehen alle so aus, als lernen sie in einem Affentempo.

00:18:14: Dann ist das nicht etwas, was mir in dem Moment eine Hilfe ist, sondern es wird mich eher noch nervöser machen.

00:18:20: und wird eher mein Unwohlzeiten stärken und er wird es noch schwerer, an diesem Tag für mich mein Pensum zu schaffen oder vielleicht mein Stoff zu lernen.

00:18:27: Was ist jetzt der Unterschied zwischen diesen beiden Fertigkeiten?

00:18:30: Es hört sich für mich erst mal sehr ähnlich an.

00:18:32: Ich denke jetzt über mein Gedanken nach oder ich richte meine Aufmerksamkeit auf Indizien, die zeigen, dass ich richtig liege oder die mich vielleicht bestärken.

00:18:39: Aber wo liegt da der Unterschied?

00:18:42: Naja, das sind zwei tatsächlich unterschiedliche Dinge.

00:18:44: Also das eine ist die Fähigkeit, ich kann aktiv über etwas nachdenken.

00:18:49: Was natürlich dazugehört ist, dass wenn ich das tun möchte, muss ich die Aufmerksamkeit auf die Welt meiner Gedanken richten.

00:18:55: Also ich muss mit der Aufmerksamkeit, bin ich bei mir, ich bin in der Welt meiner Gedanken, ich bin in meinem Kopf und dort mache ich mir dann aktiv Gedanken.

00:19:04: Wenn ich diese Fertigkeit, Aufmerksamkeit zu steuern, aber auf was anderes richte.

00:19:08: Also was ist ich, wenn ich irgendwie in der Bibliotheksitze und es meldet sich ein Gedanke, boah, heute krisse ich gar nichts hin, so wird das nichts.

00:19:18: Alle anderen machen das besser.

00:19:20: Und ich nehme dann die Aufmerksamkeit weg von meiner Gedanken- und Gefühlswelt, schaue mich um und schaue, wie viele verzweifelte oder gestresste Gesichter es drumherum gibt.

00:19:30: Oder wer jetzt gerade entnervt aufsteht oder schon zum fünften Mal in der letzten Stunde aufs Klo geht oder weiß der Himmel was, dann entsteht durch dieses Steuern von Aufmerksamkeit.

00:19:42: Also ich habe dann einfach Dinge im Blick, die mich eher beruhigen und wo ich eher den Eindruck kriege, hey, Alle kochen nur mit Wasser.

00:19:49: Alle haben wir die gleichen Probleme.

00:19:50: Es ist schwierig für alle.

00:19:51: Und das bestärkt mich eher darin zu sagen, Mensch, vielleicht mache ich eine kleine Pause und dann versuche ich es nochmal.

00:19:57: Es ist halt einfach viel und sehr schwer, was wir da zu tun haben.

00:20:01: Okay, also das sind zwei Fertigkeiten, die schon so, ich finde, eine gewisse Nähe haben und auch so einen Zusammenhang, aber sind zwei unterschiedliche Fertigkeiten.

00:20:09: Und ich finde, die Dritte, die es noch gibt, die lässt sich zumindest aus meiner Wahrnehmung, ich bin ja immer noch laier jetzt auch in dieser ganzen Theorie, so ein bisschen besser unterscheiden.

00:20:17: Was ist das für eine Fertigkeit?

00:20:19: Na, ich bin mir gar nicht sicher, ob wir jetzt über dasselbe sprechen, Stefan.

00:20:22: Ich hätte jetzt auf... Also die dritte, der in der Stelle, die ich nennen würde, ist die Ebene Verhalten tatsächlich.

00:20:30: Also das ist ja etwas, das ist für jeden von uns unser tägliches Brot.

00:20:35: Tun wir Dinge, tun wir Dinge nicht, tun wir sie jetzt, tun wir sie später und wenn ja, auf welche Art und Weise.

00:20:41: Da muss man sagen, dass es ganz, ganz interessant ist, weil wenn man sich anschaut, wie benutzen wir als Menschen diese Fertigkeiten, ich kann mehr Gedanken machen, ich kann auf Dinge achten, ich kann mit meiner Aufmerksamkeit nur bei mir und meiner Gedanken und Gefühlsfeld sein, ich kann sehr präsent sein in der Situation und mit den Dingen beschäftigt sein, mit denen ich sein will, dann sind das häufig Fertigkeiten, die die doch im beträchtlichen Einfluss haben können auf mein Wohlbefinden.

00:21:07: Und je nachdem, wie wohl oder wie unwohl ich mich natürlich fühle, ist das wiederum eine Brücke, dass ich mich wahrscheinlich so oder eben so verhalte.

00:21:17: Das heißt, wenn ich möglicherweise durch die Art, wie ich mir Gedanken mache, auf die Dinge, auf die ich achte, immer mehr unwohl sein erzeuge, dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ich möglicherweise eben nicht in die Bibliothek fahre, nicht meine Lernsachen mitnehme, sondern vielleicht einfach mich nochmal umdrehe und im Bett liegen bleibe oder erstmal etwas ganz anderes tue.

00:21:36: Und genauso kann ich mich da aber auch in eine Situation versetzen, die mir hilft, mich in diese Richtung zu bewegen, die ich möchte, das Leben zu leben, das ich möchte, mein Werten zu folgen.

00:21:47: Dafür ist das eigentlich da.

00:21:48: Also, im Grunde sind diese drei Fertigkeiten immer ein Handwerkszeug, wo man sich fragen kann, so wie ich das benutze, bringt mich das eigentlich dem Leben näher, das ich leben will.

00:21:58: Bringt mich das meinen Werten näher.

00:22:00: Oder bin ich einfach auch nur mal mensch und das sind verheerlicherweise alle, also ich natürlich auch, ja.

00:22:05: Und und auch, also es muss vielleicht sage ich das an der Stelle, ja, selbst wenn man das jetzt lange, lange, lange jeden Tag beruflich damit beschäftigt ist, heißt es noch lange nicht, dass ich nicht auch manchmal Tage habe, wo ich über mich selber einfach den Kopf schütteln und denke immer, heute war wirklich mies, aber das Aufgeben zählt nicht, dann fängt man am nächsten Tag wieder an und geht an diese schwierigen Bereiche, dann wieder ran und versucht es besser zu machen.

00:22:29: Und dann eben wieder den eigenen Zielen und den eigenen Werten wieder herzukommen.

00:22:33: Das ist im Grunde mal das, was dahinter liegt.

00:22:35: Okay, das war jetzt also ein ganz grober Überblick, aber schon ganz zentral Aspekt der metakognitiven Therapie.

00:22:43: Es gibt also... Ein Trigger, etwas aus unserem automatischem Inleben.

00:22:48: Das ist einfach da.

00:22:49: Das kann von außen irgendwie auch beeinflusst werden.

00:22:51: Aber wir reden jetzt immer von dem Trigger, der in uns ist.

00:22:54: Also ein Gedanke, Gefühl, Impuls, irgendeine andere Emotionsstimmung, was auch immer.

00:23:01: Und auf diesen Auslöser reagieren wir in einer bestimmten Art und Weise.

00:23:06: Wir nennen das ja auch manchmal eine Bewältigungsstrategie, indem wir eben nachdenken, indem wir die Aufmerksamkeit lenken oder uns auf eine bestimmte Art und Weise verhalten.

00:23:14: Und zu all diesen Fertigkeiten wollen wir ja Übungen vermitteln und wir wollten ja heute auch schon eine erste Übung machen.

00:23:21: Und da geht es eigentlich um diesen allerersten Punkt, um den Trigger.

00:23:25: Denn wir hatten ja von gesagt dieser Übergang von dem Trigger zu der Bewältigungsstrategie, eine der drei Fertigkeiten.

00:23:32: Der ist oft fließend und oft sehr unbewusst.

00:23:35: Genau.

00:23:35: Und was ein wesentliches Prinzip ist, was in diesen ganzen Ideen mit drinsteckt ist, dass natürlich die Arten und Weisen, wie wir diese Fertigkeiten benutzen, das sind oft hochautomatisierte Abläufe.

00:23:49: Und solange diese vertrauten, hochautomatisierten Abläufe laufen in meinem Alltag, in dem Moment ist es schwer, etwas Neues zu etablieren.

00:23:58: Das heißt, was aus unserer Sicht immer der erste Schritt ist, sollte ich bei mir Dinge entdecken, wo ich sage, hey, mit dem bin ich unzufrieden, das möchte ich verändern.

00:24:07: Dann ist der erste Schritt immer, ich stoppe.

00:24:10: das, was bisher auf eine unglückliche Art und Weise gelaufen ist.

00:24:14: Und da ist es umso einfacher, je näher ich rankomme an den Trigger.

00:24:19: Also sollte ich möglicherweise mich dabei ertappen, dass ich mir seit einer halben Stunde Sorgen um ein gewisses Thema mache.

00:24:28: Denn haben diese halbe Stunde Sorgen schon so viel Einfluss auf mein Gefühlsleben, dass ich möglicherweise schon so unruhig, so nervös, so ängstlich, so angespannt bin, dass es dann viel, viel schwerer ist, dieses Muster zu verlassen.

00:24:39: als wenn ich den Trigger entdecke und im Grunde sagen kann, vielen Dank, liebe Skinner, da versuche ich, da steige ich nicht drauf ein.

00:24:45: Ja, wenn ich

00:24:46: das kann.

00:24:47: Okay, also ist die erste Übung, die wir jetzt hier in dieser Podcast-Folge euch mal vorschlagen wollen, die Wahrnehmung für die Trigger zu schärfen.

00:24:55: Man könnte sagen, auf Triggersuche zu gehen.

00:24:58: Das ist total wichtig und es ist total richtig, denn je besser ich da drin bin, zu sehen, in denen sie tut so mit denen ich unzufrieden bin, was war der innere Startschuss?

00:25:07: Wenn ich den Punkt kriege, das ist... der beste Moment, um etwas zu verändern, wenn ich denn überhaupt etwas verändern möchte.

00:25:14: Nenn doch vielleicht nur ein paar Beispiele für Trigger oder beschreib doch mal, wie jetzt unsere Hörerinnen und Hörer das hinbekommen können, diese Trigger zu identifizieren.

00:25:23: Naja, also letztendlich ist es so, ich muss mich natürlich in meinem Alltag ertappen.

00:25:27: Ja, ich muss mich ertappen in den Momenten, in denen es eben nicht so läuft, wie ich das möchte.

00:25:33: Das kann natürlich sein, dass ich merke, dass ich mich unwohler fühle, als es eigentlich nötig ist.

00:25:41: Das kann sein, dass ich nicht das tue, was ich eigentlich tun möchte.

00:25:44: Also ich bin nicht am Schreibtisch, sondern hab die Fernbedienung in der Hand und mach gerade Netflix an oder irgendwie sowas, ja.

00:25:50: Das kann auch sein, dass Freunde und Bekannte mir Dinge zurückmeldet und sagen, Mensch, Olli, jetzt mach dich doch nicht schon wieder so verrückt.

00:25:56: Und wo ich denke, so, warum sagen die das?

00:25:58: Stimmt es eigentlich?

00:26:00: Und dann gestehe ich mir einen, eigentlich haben sie recht.

00:26:02: Und für die Momente, die man dann auffallend, dann ... fange ich an zu gucken, wo fing das eigentlich an?

00:26:07: Also nehmen wir mal das Beispiel, macht ich doch nicht verrückt.

00:26:09: Wenn ich sagen würde, ja, da haben die eigentlich recht, dass ich dann gucke, wo fing das eigentlich an und was war so vielleicht einer meiner ersten Gedanken oder fing das an mit einem Bauchgefühl und dann kam der erste Gedanke dazu.

00:26:21: Also da bin ich so ein bisschen wie so ein Detektiv dann und versuche in der Zeit zurückzugehen und zu schauen, was war das?

00:26:28: Und es wäre nicht ungewöhnlich, wenn ich dann tatsächlich so gewisse Aspekte immer wieder entdecke, die für mich typisch sind.

00:26:35: irgendwie so ein frustrierter Gedanke oder so der innere Schweinehund oder irgendwas besorgt Ängstliches irgendwie sowas und wo man irgendwann merkt, ah hier das ist hier so ein, ich spreche jetzt mal für mich so ein Oli Korn Spezialgedanke und im Idealfall stolper ich dann in Zukunft drüber und benutze dann Vorgehensweisen, die wir dann jetzt nach und nach vorstellen und dann bekomme ich dort Freiheitsgrade, die mir vielleicht im Moment gar nicht möglich erscheinen.

00:27:00: Die man sich kaum vorstellen kann, also Das heißt, diese Triggersuche, da können wir das verwenden, was wir auch ganz am Anfang unseres Podcasts in einer ersten Folge vorgeschlagen haben, so ein Dankbarkeits-Tagebuch zu führen, weil ja damals unser Vorschlag so ähnlich kann ich es auch mit den Triggern machen, dass ich mir abends oder vielleicht im Laufe des Tages nochmal versuche, Situation durch den Kopf gehen zu lassen, wo ich mich unwohl gefühlt habe, wo ich mit mir selbst nicht zufrieden war, wo irgendetwas vielleicht nicht so gelaufen ist, wie es mein Werten entsprochen hätte, wie auch immer.

00:27:29: Und geh mal, gedankt dich hast du ihm gerade gesagt, zurück und gucke, was war der Auslöser?

00:27:34: Welcher Gedanke war zuerst da?

00:27:36: Das kann ein ganz kurzer Gedanke sein, einfach auch nur ein Gefühl.

00:27:39: Und dann fängt schon meine Reaktion darauf an.

00:27:43: Okay, das ist die Übung also für diesen Teil.

00:27:47: Das ist nicht nur eine Übung jetzt für eine Woche, vielleicht bis ihr die nächste Folge hört, sondern das ist etwas, was man immer wieder machen kann und was tatsächlich auch so ein gewisses Training bedeutet, oder?

00:27:56: Also das schärft eindeutig unser Bewusstsein.

00:27:59: Wir nennen das metacognitives Bewusstsein, das schärft mein Bewusstsein dafür, was läuft eigentlich in meinem Bewusstsein ab.

00:28:05: Und da schauen wir nämlich in der Regel nur dann hin, wenn es einen guten Grund dafür gibt.

00:28:09: Weil wenn wir uns wohlfühlen, alles ist prima, dann lassen wir das einfach laufen, ohne dass wir da ein besonderes Auge drauf haben.

00:28:16: Aber wenn wir den Wunsch haben, in manchen Situationen anders durch, also durch manche Situationen anders durchzugehen oder wenn wir uns wohler fühlen wollen in Situationen, dann wird es erst nötig.

00:28:27: Und da ist es wichtig, erstmal zu gucken, was läuft da eigentlich ab, was ist der innere Startschuss.

00:28:31: Super.

00:28:32: Vielen Dank, lieber Oliver.

00:28:33: Das waren noch mal, ich finde, ganz tolle Einsichten.

00:28:35: Ich höre dir immer selber gerne wieder zu und hoffe, dass das jetzt unseren lieben Juristudierenden so oder die ein oder andere erste Erkenntnis gebracht hat.

00:28:44: Auf jeden Fall schon mal den Startschuss jetzt für den Auf- und Ausbau der mentalen Fertigkeiten.

00:28:49: Vielen Dank und ich freue mich schon auf die nächste Folge.

00:28:52: Ich mich auch, Staran.

00:28:53: Danke schön.

00:28:53: Tschüss.

00:28:54: Tschüss.

00:28:54: Tschüss.

00:28:57: Das war unser Podcast Jura Mental.

00:28:59: Der Podcast ist Teil eines größeren Trainingsprogramms.

00:29:02: Dazu gehört noch eine WhatsApp-Gruppe, den Link findet ihr in den Show-Notes und weitere Trainingsinhalte.

00:29:09: Dieses Training wird immer kostenlos für euch bleiben, deswegen teilt den Podcast mit allen, die davon profitieren können und kommt in die WhatsApp-Gruppe.

00:29:17: Ich freue mich, euch dort mal persönlich kennenzulernen.

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